Zwischen Nordsee und Mittelmeer: Unser Abenteuer auf vier Rädern...
22 Tage Sommerroadtrip von Niederbayern über Erlangen und Münster an die niederländische Nordsee und weiter bis an die Côte d’Azur. Zuerst verbrachten wir zwei Wochen am Wattenmeer – mit jeder Menge Action, SUP-Touren, Seen, Sandstränden und einem Besuch im Freizeitpark Walibi Holland. Dazu kamen die Trauminseln Texel und Ameland, Krebse suchen, gemeinsame Brettspiele, echtes Vanlife im Camper, MTB-Trails, eine Matschwanderung und viele kleine Familienabenteuer. Anschließend lagen 1.500 Kilometer in nur zwei Tagen vor uns. Unsere Route führte durch die Niederlande, Belgien und Frankreich bis an die Côte d’Azur. Dort verbrachten wir eine Woche bei Saint-Tropez – bei Traumwetter, mit Baden, Schnorcheln, wunderschönen Stränden, Pool, Wasserrutschen, SUP und vor allem ganz viel gemeinsamer Familienzeit. Drei Wochen im Camper mit der Familie waren ein riesiger Spaß und voller unvergesslicher Abenteuer. Das Resümee der Kinder: „Der schönste Urlaub aller Zeiten!" Wir freuen uns schon jetzt auf unseren nächsten gemeinsamen Roadtrip. Denn die gemeinsame Zeit mit unseren Mäusen ist einfach das Wertvollste.
Eckdaten:
Datum unserer Reise: 15.08 bis 05.09.2026
Kilometer mit dem Camper: ~4000 km
Kosten: ~3800 Euro
Wetter: Côte d’Azur - Sonne und 30 Grad, Nordsee - Sonne, Wolken, Regen und 20-25 Grad
Unternehmungen:
- Stadtbesichtigung Münster, Saint Tropez, Delft
- Freizeitpark Walibi Holland
- Wattwanderung, Krebse und Muscheln suchen
- Schnorcheln, Stand-Up Paddle, von Felsen springen
- unzählige MTB-Touren und Läufe
- Fußballspielen, Trampolin, Brettspiele, Drachen steigen
- Inseln: Texel und Ameland an der Nordsee
Unsere Übernachtungen:
- Erlangen (1 Nacht): Camping Club Rangau - sehr schön, freundlich, wunderbarer See zum Baden und Stand-up-Paddeln
- Münster (2 Nächte): Campingplatz Münster - gemütlich, schöner Platz, Freibad nebenan, nur 5 km mit dem Rad in die Innenstadt
- niederländische Nordsee, Lauwersmeer (3 Nächte): Campingplatz Natuurlijk Kollumeroord - genialer Naturcampingplatz mit vielen Abenteuermöglichkeiten
- niederländische Nordsee, Gaastmeer (3 Nächte): Campingplatz Flapper - sehr schöner Campingplatz, sehr nett, super Ausgangspunkt, Trampolin, Spielscheune
- niederländische Nordsee, Texel (3 Nächte): Campingplatz Loodsmansduin - Krim De Horn - besser geht nicht, Pool, Trampolin, Restaurant, nur 2 km zur Nordsee
- Côte d’Azur, Cavalaire Sur Mer (7 Nächte): 4 Sterne Camping La Treille - genialer Pool, sauber, freundlich, 800 m zur Sandstrandbucht, 10 km bis Saint Tropez (ebenfalls sehr zu empfehlen die Apartmentanlage Superb 3-bedroom apartment direkt neben dem Campingplatz)
- Freie Übernachtungsplätze (1 Nacht Frankreich, 1 Nacht Schweiz)
Gesellschaftsspiel am Abend: Würfelkönig das Brettspiel, Monopoly und Flip7
Freitag, 18.09.2026 von Winklmeier Markus
Du bist hier: Roadtrip
Inhaltsverzeichnis:
- 1. Fahrt nach Erlangen & SUP (Tag 1)
- 2. SUP und Fahrt nach Münster (Tag 2)
- 3. Stadtbesichtigung von Münster (Tag 3)
- 4. Fahrt an die niederländische Nordsee (Tag 4)
- 5. Besichtigung von Zoutkamp (Tag 5)
- 6. Wattwanderung in Moddergat (Tag 6)
- 7. Die westfriesische Insel Ameland (Tag 7)
- 8. Radtour nach Workum und zurück (Tag 8)
- 9. Freizeitpark Walibi Holland (Tag 9)
- 10. Ankunft auf Texel (Tag 10)
- 11. Mountainbike und Strand (Tag 11)
- 12. Reiten, Pool & MTB auf Texel (Tag 12)
- 13. Fahrt nach Delft und weiter südwärts (Tag 13)
- 14. Ankunft an der Côte d’Azur (Tag 14)
- 15. Pool, Sightseeing-Run & Strandtag an der Plage de Bonporteau (Tag 15)
- 16. Pool, MTB Erkundungstour & Plage de Bonporteau (Tag 16)
- 17. Sightseeing Saint Tropez (Tag 17)
- 18. Der Traumstrand Plage du Rayol (Tag 18)
- 19. Markt in Cavalaire Sur Mer, MTB & Pool (Tag 19)
- 20. Plage de Bonporteau & Pool (Tag 20)
- 21. Heimreise mit Zwischenstopp am Luganer See (Tag 21)
- 22. Heimreise ab Luganer See (Tag 22)
- 23. Route
- Reiseführer-Tipp
- Aktivitäten Tipp
- Die perfekte Packliste für einen Roadtrip
- Weitere Roadtrip Artikel
1. Fahrt nach Erlangen & SUP (Tag 1)
Am späten Nachmittag starteten wir in Richtung Erlangen. Unser erstes Ziel auf diesem Roadtrip war der Campingplatz „Camping Club Rangau“. Ganz ohne kleine Panne ging es allerdings nicht los: Die Klimaanlage unseres Campers gab unterwegs den Geist auf – bei sommerlichen Temperaturen natürlich alles andere als ideal.
Gegen 18 Uhr erreichten wir schließlich den Campingplatz und waren sofort begeistert. Der See lag direkt vor uns und lud bei dem warmen Wetter geradezu zum Baden und Paddeln ein. Emma und ich schnappten uns deshalb gleich das SUP und drehten unsere erste Runde auf dem Wasser. Brigitte und Tim erkundeten währenddessen ein wenig die Umgebung. Nach einer Weile wollte Timi natürlich auch mit aufs Board. Also paddelten wir zu dritt gemütlich zurück zum Ufer. Das Wasser war wunderbar warm und unter uns schwammen überall Fische – ein richtig schöner Start in unseren Urlaub.
Zurück am Camper machten wir es uns gemütlich. Es gab gebratene Kartoffeln und ein entspanntes Abendessen draußen. Danach ging es noch unter die Dusche, anschließend schauten wir gemeinsam einen Film und fielen schließlich müde ins Bett. Ein unkomplizierter, gemütlicher erster Abend – genau so durfte ein Roadtrip beginnen.
Zusätzlicher Unterkunft-Tipp in Erlangen: Servento Boardinghouse
3. Stadtbesichtigung von Münster (Tag 3)
Heute haben wir erst einmal richtig lange geschlafen. Draußen regnete es am Morgen leider ordentlich, sodass wir den Tag ganz gemütlich angehen ließen. Nach Mittag wurde das Wetter besser und ich machte mich laufend auf den Weg ins Zentrum von Münster. Rund 4,5 Kilometer waren es bis in die Stadt. Brigitte und die Kinder begleiteten mich mit den Mountainbikes – so hatte jeder ein bisschen Bewegung.
Münster ist eine lebendige und gleichzeitig sehr gemütliche Stadt im Herzen des Münsterlandes. Besonders bekannt ist sie als Fahrradstadt – überall sind Menschen mit dem Rad unterwegs und entsprechend entspannt lässt sich die Innenstadt erkunden. Sehenswert sind vor allem der Prinzipalmarkt mit seinen historischen Giebelhäusern, der St.-Paulus-Dom und das Schloss Münster. Dazu kommen zahlreiche kleine Gassen, Cafés, Einkaufsstraßen und viel Grün. Auch durch die Fernsehkrimis „Tatort Münster“ und „Wilsberg“ ist die Stadt weit über die Region hinaus bekannt.
In Münster angekommen, machten wir eine ausgiebige Stadtbesichtigung. Natürlich durfte der beeindruckende Dom nicht fehlen. Auch das Schloss sahen wir uns zumindest aus der Ferne an. Weiter ging es vorbei am Buddenturm und zum Antiquariat Solder, das viele aus dem Münster-Krimi „Wilsberg“ kennen. Auch die Liebfrauen-Überwasser-Kirche lag auf unserer Runde.
Zwischendurch schlenderten wir immer wieder durch die schönen Einkaufsstraßen und machten einen Abstecher zur Münsterschen Aa. Natürlich blieb es nicht nur beim Anschauen: Emma fand ein paar richtig schöne Sachen zum Anziehen und Timi entdeckte ein cooles neues Shirt.
Auf dem Rückweg wurden dann die Rollen getauscht: Diesmal lief Tim zurück, während der Rest radelte. Zum Schluss durfte auch noch Brigitte zwei ran und Emma lief eine Extrarunde ab dem Campingplatz. Am Abend machten wir es uns wieder im Camper gemütlich. Nach dem Abendessen ließen wir den Tag entspannt bei einem Film ausklingen.
Unterkunftstipp in Münster: Studio Muenster City (sehr zentrumsnah)
4. Fahrt an die niederländische Nordsee (Tag 4)
Am Morgen regnete es, sodass wir erst einmal lange schliefen. Anschließend packten wir gemütlich unsere Sachen zusammen und fuhren bei strömendem Regen weiter in die Niederlande. Unsere Route führte uns zunächst durch Groningen und anschließend zu einem Seitenarm des Lauwersmeers. Unser Ziel war der Campingplatz Natuurlijk Kollumeroord. Ein wirklich toller Platz mit Campingmöglichkeiten und Hütten – ziemlich alternativ, aber gerade deshalb irgendwie genial. Viele junge Pfadfinder waren hier unterwegs, was dem ganzen Platz eine besondere Atmosphäre verlieh.
Natürlich wollten wir erst einmal alles erkunden. Wir sprangen in den kleinen Weiher, in dem es ein schwimmendes Trampolin gab, liefen über den Platz und spielten natürlich auch eine Runde Fußball.
Am späten Nachmittag fuhren wir weiter Richtung Nordsee nach Moddergat, einem kleinen historischen Dorf mit vielen reetgedeckten Häusern. Dort wanderten wir eine gemütliche Runde am Deich entlang und gingen bei Ebbe ein Stück hinaus ins Watt.
Moddergat ist ein kleines, ursprüngliches Fischerdorf an der friesischen Wattenmeerküste und bildet zusammen mit dem benachbarten Paesens ein Doppeldorf. Besonders schön sind die alten Fischerhäuser direkt hinter dem Deich und die weite Landschaft mit Salzwiesen und Wattflächen, die man bei Ebbe hervorragend erkunden kann. Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Fischerei verbunden. Tragisch war die Nacht vom 5. auf den 6. März 1883, als bei einem schweren Sturm 83 Fischer aus Paesens-Moddergat ums Leben kamen. Ein Denkmal auf dem Deich erinnert heute an die Opfer. Gerade die Mischung aus historischen Häusern, dem hohen Deich und der endlosen Weite des Wattenmeers macht Moddergat zu einem besonderen und sehr ruhigen Ort an der niederländischen Nordseeküste.
Am Abend machten wir es uns wieder am Camper gemütlich, kochten eine Kleinigkeit und ließen den Tag gemeinsam bei einem Film ausklingen.
Unterkunftstipp in Moddergat: Dyk hus (Ferienhaus direkt am Deich)
5. Besichtigung von Zoutkamp (Tag 5)
Heute regnete es erneut, aber im Haupthaus gab es jede Menge zu entdecken. Wir konnten bouldern, an Seilen schwingen und spielten gemeinsam eine Runde Monopoly.
Am Nachmittag wurde das Wetter freundlicher und schließlich sogar sonnig. Also schnappten wir uns die Mountainbikes und fuhren in Richtung Zoutkamp. Ich lief zunächst flotte acht Kilometer, danach wechselte ich mich mit Timi ab. Nach insgesamt 10,5 Kilometern erreichten wir unser Ziel. Wir schlenderten gemütlich durch den schönen Ort, der an einem Fluss liegt, der in die Nordsee mündet. Bunte Häuser, Fischlokale und zahlreiche Fischkutter prägen das Ortsbild und sorgen für eine typische maritime Atmosphäre.
Brigitte lief anschließend zurück zum Campingplatz, während die Kinder und ich noch Pizza essen gingen. Danach fuhren wir gemeinsam mit den Mountainbikes zurück. Später genossen wir das schöne Wetter noch eine Weile draußen – und eine Dusche war nach der sportlichen Runde natürlich ebenfalls nötig. Den Abend ließen wir ganz gemütlich bei einem Film ausklingen.
Zoutkamp ist ein kleiner, gemütlicher Fischerort im Norden der Niederlande, direkt am Reitdiep gelegen. Früher war der Ort ein bedeutender Fischereihafen an der Lauwerszee, bevor diese durch den Bau des Lauwersmeerdamms vom Meer abgetrennt wurde. Noch heute erinnern die alten Fischerhäuser, bunten Fassaden, Fischkutter und kleinen Fischlokale an diese maritime Vergangenheit. Besonders schön ist ein Spaziergang entlang des Hafens, wo man die ruhige Atmosphäre und den typisch niederländischen Charme genießen kann.
6. Wattwanderung in Moddergat (Tag 6)
Am Morgen fuhren wir direkt nach dem Aufstehen nach Moddergat, denn dort hatten wir eine geführte Wattwanderung gebucht. Vor Ort bekamen wir alte Schuhe fürs Watt und machten uns gemeinsam mit unserem Guide auf den Weg hinaus.
Leider sah das Wetter schon von Anfang an nicht besonders vielversprechend aus. Ein Gewitter zog auf, und deshalb entschied unser Guide nach kurzer Zeit, die Tour abzubrechen und wieder umzukehren. Schade, aber Sicherheit geht natürlich vor. Da ich aber ein selbsternannter Wetterguru bin, fuhren wir anschließend noch zu einer anderen Stelle, an der wir selbst ins Watt gehen konnten. Dort sanken wir teilweise ziemlich tief im Morast ein, hatten aber jede Menge Spaß – vor allem beim Suchen nach Krebsen. Danach waren wir allerdings auch entsprechend dreckig.
Irgendwie schafften wir es, unsere Füße wieder halbwegs sauber zu bekommen, und saßen genau rechtzeitig wieder im Camper, bevor das Gewitter über uns hinwegzog.
Anschließend fuhren wir zurück zum Campingplatz. Das schlechte Wetter überbrückten wir dort im großen Spielraum mit einer Runde Monopoly. Am Nachmittag kam tatsächlich wieder die Sonne heraus. Wir spielten Fußball, kochten gemeinsam in der Outdoorküche und ließen den Tag ganz gemütlich ausklingen.
7. Die westfriesische Insel Ameland (Tag 7)
Also fuhren wir wieder ein gutes Stück zurück in die andere Richtung, bis wir schließlich bei Den Hoorn den richtigen Campingplatz erreichten. Auch dort funktionierte derselbe Code für die Schranke – schon irgendwie witzig. Nun richteten wir es uns endlich auf dem richtigen Platz gemütlich ein. Später lief ich noch zehn Kilometer in ziemlich flotten 41 Minuten. Leider machte sich dabei wieder meine Achillessehne bemerkbar, dieses Mal auf der rechten Seite.
Anschließend spielte ich mit Tim noch eine Runde Fußball. Zum Abendessen gab es eine chinesische Gemüsepfanne, die Emma zubereitet hatte. Natürlich durfte zum Abschluss des Tages auch unsere gemeinsame Serie nicht fehlen: „Avatar – Der Herr der Elemente“.
In Hollum legten wir anschließend eine Pause ein und aßen in einem Café eine Kleinigkeit. Danach lief ich schon etwas früher wieder los, denn mit dem Fahrrad waren meine drei Mäuse natürlich schneller unterwegs als ich. Unser nächstes Ziel war der scheinbar endlose Sandstrand im Norden der Insel. Irgendwann holten mich Brigitte und die Kinder wieder ein und gemeinsam legten wir die letzten Meter zurück. Insgesamt lief ich 21,4 Kilometer in knapp zwei Stunden. Am Strand sprang ich noch kurz in die eiskalte Nordsee, während die Kinder im Sand spielten.
Ameland ist eine der westfriesischen Inseln im niederländischen Wattenmeer und begeistert vor allem mit seiner abwechslungsreichen Natur. Kilometerlange Sandstrände, Dünen, Wälder, Salzwiesen und das Watt prägen die Landschaft. Insgesamt verfügt die Insel über rund 27 Kilometer Nordseestrand und eignet sich mit ihrem gut ausgebauten Wegenetz perfekt zum Radfahren und Wandern. Die vier Dörfer Hollum, Ballum, Nes und Buren haben ihren ganz eigenen Charme. Besonders Hollum mit seinen alten Kapitänshäusern und dem markanten Leuchtturm ist einen Besuch wert. Trotz der vielen Urlauber wirkt Ameland vielerorts angenehm ruhig und weitläufig – genau die richtige Insel, um Natur, Meer und Bewegung miteinander zu verbinden.
Unterkunftstipp auf Ameland: B&B Stil de Tijd (super Lage)
Die letzten 3,5 Kilometer übernahm dann Tim das Laufen und ich durfte aufs Fahrrad wechseln. Er legte die Strecke in einer starken Pace von 4:51 min/km zurück. Um 17 Uhr fuhren wir mit der Fähre wieder zurück aufs Festland. Danach lag noch etwa eine Stunde Fahrt vor uns, bis wir den Campingplatz Flapper in Gaastmeer am Fluessen erreichten. Der kleine Campingplatz auf einem Bauernhof gefiel uns sofort richtig gut. In einem Stall gab es Kettcars, ein Trampolin, Fußballtore, Tischtennis und einen Kicker – für die Kinder also ein kleines Paradies. Wir bauten noch unsere Markise auf, stellten Tisch und Stühle heraus und Brigitte bereitete das Abendessen vor. Uns gefiel es hier auf Anhieb richtig gut.
Unterkunftstipp in Gaastmeer: Holiday home at the edge of Frisian lake (tolle Lage)
8. Radtour nach Workum und zurück (Tag 8)
Wir standen erst gegen 10 Uhr auf und marschierten anschließend zum Einkaufen in die kleine Ortschaft. Die Kinder sprangen auf dem Trampolin und spielten in der Scheune. Natürlich durfte auch ein Fußballmatch nicht fehlen.
Am Nachmittag ging ich im kühlen See baden. Später fuhr ich mit Timi eine rund 20 Kilometer lange Runde bis nach Workum. Dabei mussten wir zweimal mit einer kleinen Fahrradfähre einen Fluss überqueren. Das war ein kleines Abenteuer – vor allem, als plötzlich eine Regenfront über uns hinwegzog und wir auf einem Bauernhof Unterschlupf suchten.
Nach etwa zwei Stunden waren wir wieder zurück. Gemeinsam bereiteten wir das Abendessen zu und genossen den schönen Tag. Am Abend ließen wir noch Drachen steigen, bevor wir uns schließlich im Camper verschanzten und gemeinsam einen Film ansahen.
9. Freizeitpark Walibi Holland (Tag 9)
Walibi Holland ist einer der bekanntesten Freizeitparks der Niederlande und liegt in der Provinz Flevoland. Besonders bekannt ist der Park für seine spektakulären Achterbahnen wie Goliath, UNTAMED und Lost Gravity. Daneben gibt es zahlreiche Familien- und Wasserattraktionen, sodass auch für Kinder einiges geboten ist. Insgesamt warten mehr als 40 Attraktionen auf die Besucher – von gemütlichen Fahrgeschäften bis hin zu echten Adrenalinkicks.
„Das hört sich doch gut an“, dachte ich mir, als ich im Vorfeld nach Freizeitparks entlang unserer Route suchte. Um 8 Uhr krochen wir aus den Federn, denn heute wollten wir den Freizeitpark Walibi Holland besuchen. Am Tag zuvor hatte ich noch Tickets zum halben Preis ergattert, sodass uns der Eintritt für vier Personen nur 96 Euro kostete.
Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichten wir Biddinghuizen und stellten unseren Camper auf dem großen Parkplatz vor dem Freizeitpark ab. Walibi Holland ist vor allem für seine zahlreichen Achterbahnen bekannt – und natürlich wollten wir möglichst viele davon ausprobieren. Bis auf eine schafften wir tatsächlich alle. Die Bahnen waren alle genial und wir hatten jede Menge Spaß.
Auch das Wetter spielte bestens mit. Lediglich einmal tröpfelte es kurz. Timi ist mittlerweile 140 Zentimeter groß und durfte dadurch tatsächlich alle Attraktionen fahren. Eine zusätzliche Altersbegrenzung gab es bei den entsprechenden Fahrgeschäften nicht. Erst kurz vor der Parkschließung um 19 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Campingplatz. Hinter uns lag ein richtig toller gemeinsamer Freizeitparktag mit jeder Menge Action, Achterbahnen und Spaß.
10. Ankunft auf Texel (Tag 10)
Um 9 Uhr begrüßte uns die Sonne und wir frühstückten erst einmal gemeinsam. Danach packten wir wieder alles zusammen und machten uns auf den Weg in Richtung Texel. In einem Supermarkt kauften wir noch für die nächsten Tage ein, und auch unser Ducato brauchte wieder Nachschub in Form von Diesel.
Gegen Mittag erreichten wir die Fähre in Den Helder nach Texel. Die Überfahrt dauerte nur etwa 20 Minuten. Auf der Ostseite der Insel steuerten wir zunächst einen kleinen Strand an. Dort fingen wir einige Krebse, die wir natürlich anschließend wieder in die Freiheit entließen. Danach fuhren wir weiter zum Campingplatz De Krim. Mit dem Code, den ich vorab per E-Mail erhalten hatte, konnten wir problemlos die Schranke passieren. Allerdings stand auf unserem Stellplatz bereits jemand. Nachdem ich an der Rezeption nachgefragt hatte, stellte sich heraus, dass wir am falschen Campingplatz von De Krim gelandet waren. Blöderweise gibt es auf Texel gleich zwei davon.
Also fuhren wir wieder ein gutes Stück zurück in die andere Richtung, bis wir schließlich bei Den Hoorn den richtigen Campingplatz erreichten. Auch dort funktionierte derselbe Code für die Schranke – schon irgendwie witzig. Nun richteten wir es uns endlich auf dem richtigen Platz gemütlich ein. Später lief ich noch zehn Kilometer in ziemlich flotten 41 Minuten. Leider machte sich dabei wieder meine Achillessehne bemerkbar, dieses Mal auf der rechten Seite.
Anschließend spielte ich mit Tim noch eine Runde Fußball. Zum Abendessen gab es eine chinesische Gemüsepfanne, die Emma zubereitet hatte. Natürlich durfte zum Abschluss des Tages auch unsere gemeinsame Serie nicht fehlen: „Avatar – Der Herr der Elemente“.
Unterkunftstipp auf Texel: B&B Duinblick (700 m vom Strand De Koog entfernt)
11. Mountainbike und Strand (Tag 11)
Wir schliefen heute bis 9 Uhr und krochen ganz gemütlich aus den Federn. Draußen erwartete uns ein herrlicher Tag mit strahlendem Sonnenschein und tiefblauem Himmel. Nach dem gemeinsamen Frühstück ließen wir den Vormittag mit Würfelspielen und etwas Stretching ganz entspannt angehen. Brigitte ging anschließend laufen, während ich mit den Kindern die umliegenden Mountainbiketrails unsicher machte.
Gegen Mittag fuhren wir mit den Mountainbikes zum Strand. Dieses Mal durfte Timi laufen. Der kleine Kerl ballerte die 3,5 Kilometer wieder einmal in starken 16 Minuten durch. Da gerade Ebbe war, marschierten wir durchs Watt und hielten Ausschau nach Krebsen. Natürlich wagten wir uns auch in die kühle Nordsee. Anschließend buddelten wir Löcher in den Sand, tobten herum und hatten jede Menge Spaß zusammen. Am späten Nachmittag gingen wir noch im Pool baden, bevor es später Pizza und Nudeln zum Abendessen gab. Wieder einmal ein traumhafter Tag an der Nordsee.
Texel ist die größte der niederländischen Watteninseln und vor allem für seine abwechslungsreiche Natur bekannt. Lange Sandstrände, Dünen, Wälder, Salzwiesen und das Wattenmeer liegen hier dicht beieinander. Besonders schön lässt sich die Insel mit dem Fahrrad erkunden, denn Texel verfügt über rund 140 Kilometer Radwege. Dazu kommen sieben gemütliche Dörfer und zahlreiche Naturschutzgebiete. Für Familien ist Texel ideal: am Strand spielen, im Watt nach Krebsen suchen, baden, Rad fahren oder einfach die Weite und Ruhe der Nordsee genießen. Ein markantes Wahrzeichen der Insel ist der rote Leuchtturm ganz im Norden bei De Cocksdorp.
12. Reiten, Pool & MTB auf Texel (Tag 12)
Den Morgen ließen wir ganz entspannt angehen. Nach einem gemeinsamen Frühstück machten wir ein paar Stretching-Übungen und spielten noch eine Runde Würfel.
Gegen Mittag fuhren Emma und Brigitte mit dem MTB knapp zehn Kilometer zum Reiterhof Elzenhof. Dort durfte Emma zwei Stunden lang durch die Wälder und über Wiesen reiten. Tim und ich spielten währenddessen Fußball und sprangen in den Pool. Als Brigitte zurück war, machten Timi und ich uns mit dem MTB auf den Weg, um Emma wieder abzuholen. Zuerst fuhren wir über ein paar richtig coole MTB-Trails, bevor wir am Reiterhof ankamen.
Nur wenige Minuten später kam auch Emma schon angeritten. Gemeinsam radelten wir anschließend zurück zum Campingplatz.
Den restlichen Nachmittag verbrachten wir entspannt am Pool. Am Abend kochten wir zusammen und genossen ein leckeres Drei-Gänge-Menü. Die Kinder spielten noch bis fast 22 Uhr mit den anderen Kindern irgendwo auf dem Campingplatz. Zum Abschluss des Tages schauten wir gemeinsam noch eine Folge unserer Serie, bevor wir müde ins Bett fielen.
13. Fahrt nach Delft und weiter südwärts (Tag 13)
Wir packten unsere Sachen in den Camper und setzten unsere Reise fort. Zuerst ging es mit der Fähre von Texel zurück aufs Festland. Da das Wetter an der Nordsee in den nächsten Tagen schlechter werden sollte, entschieden wir uns kurzerhand, rund 1.500 Kilometer weiter nach Süden zu fahren. Unser Ziel war die Côte d’Azur bei Saint-Tropez. Dort sollten uns Sonne und Temperaturen um die 30 Grad erwarten.
Zunächst fuhren wir nach Delft, einem Vorort von Den Haag. Dort waren gerade unsere Nachbarn, die Dietls, unterwegs. Wir trafen uns mit den vieren und bummelten gemeinsam über den schönen Marktplatz von Delft. In einem Café stärkten wir uns noch für die lange Weiterreise.
Unterkunftstipp in Delft: Hampshire Hotel - Delft Center (mitten im Zentrum mit Frühstück)
Kurz nach Mittag ging es für uns weiter. Zuerst durchquerten wir Belgien, bevor wir schließlich Frankreich erreichten. Unterwegs zog ein Gewitter auf und schon bald begann es kräftig zu regnen.
Irgendwo mitten in Frankreich fanden wir in einem kleinen Ort einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz. Fünf andere Camper standen bereits dort, aber wir konnten zum Glück noch einen freien Platz ergattern. Draußen regnete es inzwischen in Strömen, doch das störte uns nicht weiter. Ich räumte unseren kleinen Toilettenraum im hinteren Bereich des Campers frei, sodass jeder bequem unsere Toilette benutzen konnte, ohne dabei nass zu werden.
Anschließend spielten wir noch gemeinsam ein Spiel und machten es uns im Camper gemütlich. Später legten wir uns schlafen. Wie immer schliefen Timi und ich unten, während es sich die Mädels oben gemütlich machten.
14. Ankunft an der Côte d’Azur (Tag 14)
Am Morgen wurden wir vom Regen geweckt. Wir tranken erst einmal eine heiße Schokolade und machten uns anschließend in Mailly-le-Camp wieder abfahrbereit. In einem nahegelegenen Aldi kauften wir noch für ein paar Tage ein, bevor es zurück auf die Autobahn und weiter Richtung Süden ging. Wir fuhren bis etwa 19 Uhr durch und erreichten schließlich Südfrankreich und die Côte d’Azur. Unseren für die nächsten sieben Tage gebuchten 4 Sterne Camping La Treille fanden wir auf Anhieb. Leider hatte der Pool bereits geschlossen, aber die Anlage sah richtig klasse aus – mit Rutschen und einer wunderschön gestalteten Poollandschaft.
Wir packten unsere Sachen aus und richteten uns gemütlich auf unserem Stellplatz ein. Der erste Eindruck war allerdings etwas durchwachsen, was wahrscheinlich vor allem daran lag, dass die Duschen zunächst kalt waren. Wir stellten aber schnell fest, dass das Wasser zu bestimmten Zeiten warm wurde. Nach dem Abendessen gingen wir relativ früh schlafen, denn die lange Fahrt hatte uns doch ziemlich geschlaucht.
Unterkunftstipp in Cavalaire Sur Mer: Apartmentanlage Superb 3-bedroom apartment (Zentrum und Strand zu Fuß erreichbar)
15. Pool, Sightseeing-Run & Strandtag an der Plage de Bonporteau (Tag 15)
Brigitte stand als Erste auf und ging eine Runde joggen. Es sollte heute, wie auch in den nächsten Tagen, wieder über 30 Grad heiß werden. Anschließend machte auch ich mich auf den Weg und lief eine zehn Kilometer lange Erkundungsrunde.
Unser Städtchen Cavalaire-sur-Mer gefiel uns richtig gut. Schöne Einkaufsstraßen, ein toller Hafen mit vielen Jachten, beeindruckende Villen und traumhafte Strände – hier ließ es sich wirklich aushalten. Nur die Preise in den Restaurants waren teilweise ganz schön gesalzen.
Cavalaire-sur-Mer ist ein lebhafter Ferienort an der französischen Côte d’Azur, westlich von Saint-Tropez. Besonders schön ist die rund vier Kilometer lange Bucht mit ihren feinen Sandstränden und dem klaren Mittelmeer. Rund um den großen Yachthafen laden kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants zum Bummeln ein. Wer es etwas ruhiger mag, findet mit der Plage de Bonporteau eine hübsche, von Felsen und mediterraner Vegetation eingerahmte Badebucht. Auch Wassersport, Schnorcheln, SUP und Wanderungen in Richtung Massif des Maures sind rund um Cavalaire sehr beliebt.
Bis zum Nachmittag verbrachten wir die Zeit am Pool. Wir planschten, rutschten und ließen uns entspannt die Sonne auf den Bauch scheinen. Später radelten wir zum etwa einen Kilometer entfernten Strand Plage de Bonporteau, den ich am Morgen bereits bei meiner Laufrunde erkundet hatte.
Da es am Vortag gestürmt hatte, gab es noch ziemlich hohe Wellen. Wir schnorchelten, paddelten mit dem SUP hinaus und hatten jede Menge Spaß beim Springen durch die Wellen. Bis zum Abend blieben wir am Strand. Später kochte Brigitte noch ein leckeres Abendessen. Danach marschierten wir noch einmal ins Städtchen und bummelten gemütlich durch die kleinen Shops. Erst gegen 22 Uhr kamen wir wieder am Camper an und fielen müde ins Bett.
16. Pool, MTB Erkundungstour & Plage de Bonporteau (Tag 16)
Heute schliefen Tim und ich lange und standen erst gegen 9 Uhr auf. Die Mädels waren da schon längst unterwegs. Sie waren früh mit dem MTB zu einem Markt in einem nahegelegenen Städtchen aufgebrochen. Das Wetter war, wie eigentlich jeden Tag an der Côte d’Azur, traumhaft: Sonne satt und rund 30 Grad. Nach dem Frühstück gingen Tim und ich an den wunderschönen Pool. Wir hatten jede Menge Spaß beim Rutschen und Planschen. Später kamen auch die Mädels wieder von ihrem Marktbesuch zurück.
Mir wird das Poolleben allerdings schnell etwas zu langweilig. Also schnappte ich mir mein MTB und machte mich auf eine kleine Erkundungstour. Etwa fünf Kilometer entfernt entdeckte ich dabei einen echten Traumstrand. Für mich war sofort klar, dass wir diesen an einem der nächsten Tage unbedingt gemeinsam besuchen mussten. Am Nachmittag gingen wir wieder zu unserem Strand zum Schnorcheln und SUP-Paddeln. Wir erkundeten die Buchten und Felsen entlang der Küste. Die Unterwasserwelt hier war einfach genial. Wir entdeckten einen großen Tintenfisch, viele bunte Fische, Krebse und allerlei andere kleine Meeresbewohner.
Am Abend kochte uns Brigitte wieder etwas Leckeres. Und natürlich durfte zum Abschluss des Tages auch eine gemeinsame Folge unserer Serie im Camper nicht fehlen.
17. Sightseeing Saint Tropez (Tag 17)
Heute durften wir nicht zu sehr trödeln, denn um 10 Uhr fuhr unser Bus nach Saint-Tropez. Gegen 11 Uhr kamen wir bei den Reichen und Schönen an. Im Hafen bestaunten wir millionenschwere Jachten und beobachteten jede Menge schick gestylte Menschen.
Hier trafen wir uns mit Robert und seiner Familie, die ebenfalls gerade an der Côte d’Azur Urlaub machten. Gemeinsam gingen wir in einen Irish Pub, denn dort waren die Getränke noch am günstigsten – wobei 9,50 Euro für ein Guinness auch nicht gerade ein Schnäppchen waren.
Saint-Tropez gehört zu den bekanntesten Orten an der Côte d’Azur und verbindet mediterranes Flair mit jeder Menge Luxus und Glamour. Besonders rund um den alten Hafen reihen sich elegante Jachten, Cafés und Restaurants aneinander, während nur wenige Schritte entfernt schmale Gassen und typisch provenzalische Häuser das Bild der Altstadt prägen. Hoch über dem Ort liegt die historische Zitadelle, von der man einen herrlichen Blick über Saint-Tropez und das Mittelmeer genießen kann. Heute befindet sich dort auch ein Museum, das an die lange Seefahrtsgeschichte der Stadt erinnert.
Trotz des Trubels findet man rund um die Altstadt auch kleine Buchten und Strände, an denen sich das türkisfarbene Mittelmeer wunderbar genießen lässt. Gerade dieser Mix aus mondänem Jetset, historischem Ortskern und südfranzösischem Urlaubsgefühl macht Saint-Tropez so besonders.
Später verabschiedeten wir uns von ihnen und schlenderten weiter durch Saint-Tropez. Von der Zitadelle hatten wir einen traumhaften Ausblick über die Stadt, den Hafen und das Meer. Anschließend stiegen wir zu einem kleinen Strand hinunter, wo wir badeten und mit unseren Schwimmbrillen die Unterwasserwelt erkundeten.
Am späten Nachmittag fuhren wir mit dem Bus wieder zurück zum Campingplatz. So richtig wohl fühlten wir uns bei den Reichen und Schönen allerdings nicht – wobei wir optisch natürlich hervorragend dazugepasst hätten.
Wir schafften es sogar noch rechtzeitig, in den Pool zu springen, der leider schon um 19 Uhr schließt. Danach gab es ein leckeres Abendessen und später durfte natürlich auch unser inzwischen obligatorischer gemeinsamer Film im Camper nicht fehlen.
Unterkunftstipp in Saint Tropez: Maison Bellevue (Perfekte Lage, super schön)
18. Der Traumstrand Plage du Rayol (Tag 18)
Heute kamen wir nur schwer aus den Federn. Erst gegen halb zehn standen wir auf. Die Kinder lernten noch etwas, ich machte meine Dehnungsübungen und Brigitte ging währenddessen einkaufen. Anschließend machten wir uns auf den Weg zu dem Traumstrand, den ich zwei Tage zuvor bei meiner MTB-Erkundungstour entdeckt hatte. Ich lief die fünf Kilometer, während die anderen mit dem Mountainbike fuhren. Nach etwas mehr als 20 Minuten erreichten wir bereits das kleine Städtchen Le Rayol und den wunderschönen Plage du Rayol.
Wir suchten uns ein schönes Plätzchen und sprangen natürlich sofort ins kristallklare Wasser. Mit unseren Schwimmbrillen erkundeten wir die traumhafte Unterwasserwelt und entdeckten viele bunte Fische. Wir schwammen zu einer Plattform im Meer und weiter zu kleinen Felsenbuchten. Von den Felsen sprangen wir dann sogar „todesmutig“ ins Wasser. Am späten Nachmittag machten wir uns wieder auf den Rückweg. Ich lief die fünf Kilometer dieses Mal ziemlich flott zurück, während die Mäuse neben mir radelten. Am Campingplatz angekommen, sprangen wir natürlich noch einmal in den Pool.
Zum Abendessen bereitete uns Brigitte leckeren Lachs mit Kartoffeln zu. Danach ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Wieder einmal ging ein wunderschöner Urlaubstag an der Côte d’Azur zu Ende.
19. Markt in Cavalaire Sur Mer, MTB & Pool (Tag 19)
Nach einem kleinen Frühstück marschierten wir in den Ortskern von Cavalaire-sur-Mer, wo heute ein großer Markt stattfand. Wir schlenderten durch die vielen Marktstände. Es gab Kleidung, Schmuck, Souvenirs und vor allem Essen in allen Variationen: Fleisch, Fisch, Oliven, Paella und jede Menge Süßes.
Teilweise wurden wir regelrecht durch die Menschenmassen geschoben, was Timi und mir nicht ganz so viel Spaß machte. Deshalb machten wir uns irgendwann wieder auf den Weg zurück zum Camper, während die Mädels ihre Shoppingtour noch etwas verlängerten.
Nach ein paar Dehnübungen sprangen Timi und ich in den Pool. Heute war Pool-Day angesagt. Da mir das Herumliegen am Pool auf Dauer allerdings etwas zu langweilig wurde, schnappte ich mir mein Mountainbike und fuhr eine 25 Kilometer lange Runde. Im Anschluss hängte ich noch einen drei Kilometer langen Koppellauf dran. Danach hatte ich mir die Abkühlung im Pool wirklich verdient. Am Abend marschierten wir gemeinsam ins Zentrum, denn einmal im Urlaub wollten wir uns auch ein Abendessen in einem Restaurant gönnen. Ansonsten hatten wir während der Reise fast immer selbst gekocht, was natürlich erheblich günstiger war.
20. Plage de Bonporteau & Pool (Tag 20)
Am Morgen genossen wir zunächst unseren schönen Pool, während Brigitte mit dem Mountainbike zu einer Tour aufbrach. Wir ließen es gemütlich angehen und verbrachten einige entspannte Stunden am Wasser.
Am Nachmittag wanderten wir hinunter zum Strand Plage de Bonporteau. Dort waren wir wieder fleißig am Schnorcheln, paddelten mit dem SUP über das glasklare Meer und sprangen von den Felsen ins Wasser. Das Meer war erneut ein absoluter Traum: kristallklar, angenehm warm und voller bunter Fische. Am Abend ging es noch einmal in den Pool, bevor uns Brigitte ein leckeres Abendessen zauberte. So ließen wir einen weiteren wunderschönen Urlaubstag ganz entspannt ausklingen.
21. Heimreise mit Zwischenstopp am Luganer See (Tag 21)
Heute war unser letzter Tag an der Côte d’Azur. Leider hieß es Abschied nehmen und die Heimreise antreten. Wir packten unsere Sachen zusammen, Brigitte erledigte noch ein paar Einkäufe und ein letztes Mal sprangen wir in unseren schönen Pool, bevor wir uns vom Campingplatz verabschiedeten. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg nach Hause. Unsere Strecke führte uns zunächst noch einmal entlang der Côte d’Azur, vorbei an Cannes, Nizza und Monaco. Bei Genua verließen wir schließlich das Meer und fuhren weiter in Richtung Schweiz.
Gegen 20 Uhr erreichten wir den Luganer See und fanden tatsächlich einen Parkplatz direkt am Wasser, auf dem wir die Nacht verbringen konnten. Zu Fuß marschierten wir noch in das kleine Städtchen Riva San Vitale. Dort bestellten wir uns eine Pizza, die wir ganz unkompliziert im Stehen verspeisten. In einer kleinen Bar gönnten wir uns anschließend noch einen letzten Drink und ließen unseren Urlaub gemütlich ausklingen.
Gegen 22 Uhr krochen wir müde in unsere Betten im Camper. Leider war die Nacht zunächst nicht ganz so ruhig wie erhofft. Gegen Mitternacht kamen einige Jugendliche mit dem Auto auf den Parkplatz, ließen die Reifen quietschen und brüllten lautstark herum. Offenbar hatten sie ihren Spaß daran, die schlafenden Camper zu wecken. Zum Glück verschwanden sie irgendwann wieder und endlich kehrte Ruhe ein.
Unterkunftstipp am Luganer See: Charming Suite am Luganersee (Perfekte Lage, tolle Aussicht)
22. Heimreise ab Luganer See (Tag 22)
Wir standen bereits kurz nach 6 Uhr auf. Langsam wurde es hell, und wir machten uns auf die letzte Etappe unserer Heimreise. Nun ging es endgültig nach Hause.
Fazit: Gegen Mittag erreichten wir nach 22 wunderschönen und erlebnisreichen Tagen wieder unsere niederbayerische Heimat. Damit ging ein abwechslungsreicher Roadtrip mit vielen tollen Erlebnissen, neuen Eindrücken und unvergesslichen Momenten zu Ende. Die Reise mit unserem Camper war einfach genial. 22 Tage lang hatten wir als Familie ganz viel gemeinsame Zeit und konnten diese in vollen Zügen genießen. Wir haben unglaublich viel erlebt, neue Orte entdeckt und viele schöne Momente miteinander gesammelt. Auch unsere spontane Entscheidung, noch an die Côte d’Azur weiterzufahren, machte die Reise zu einem ganz besonderen Abenteuer. Gerade diese ungeplanten Erlebnisse sind es oft, die am Ende besonders in Erinnerung bleiben. Für uns war dieser Roadtrip auf jeden Fall etwas ganz Besonderes.





























