Traumhaftes Badewetter in Italien - Klettern, Schnorcheln, MTB, Sightseeing, Relax & viel Familie...
11 unvergessliche Tage mit dem Camper Van führten uns von Niederbayern an den Gardasee und weiter nach Ligurien. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad genossen wir die beeindruckende Landschaft rund um Arco, Riva del Garda und den Ledrosee. Zwischen Klettersteigen, Klettern am Fels und spannenden MTB-Touren kam die Action nicht zu kurz. Für die Kinder waren die Tage voller Abenteuer – vom Fußballspielen bis zum Besuch der Movieland Park am Gardasee. Anschließend ging es weiter nach Sestri Levante an die ligurische Küste. Dort standen Entspannung, Sonne und das Meer im Mittelpunkt. Wir schnorchelten in den klaren Buchten, erkundeten die Küste mit dem Stand-up-Paddle-Board und genossen das mediterrane Flair. Ein besonderes Highlight war die Zugfahrt in die Cinque Terre mit ihren malerischen Dörfern und spektakulären Ausblicken auf das Meer. Die Mischung aus Sport, Natur, Familienzeit und Erholung machte diese Reise zu einem perfekten Sommerabenteuer, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird....
Eckdaten:
Datum unserer Reise: 22.05.2026 bis 01.06.2026
Kilometer mit dem Camper: ~2000 km
Kosten: ~2000 Euro
Wetter: Sonne und 30 Grad
Unternehmungen:
- Klettersteig Via Ferrata Rio Sallagoni, Klettern in Arco
- Freizeitpark Movieland
- mit dem Zug in die Cinque Terre
- Schnorcheln, Stand-Up Paddle, Wellenspringen
- MTB-Touren
- Fußballspielen, Brettspiele
Unsere Übernachtungen:
- Kalterer See (1 Nacht): 4 Sterne Camping Steiner in Leifers - sehr schön, toller Pool, gute Pizzeria
- Arco (2 Nächte): Camping Daino in Pietramurata - leider Pool geschlossen, ansonsten Ok
- Sestri Levante (5 Nächte): Camping Mare Monti - Kleiner Stellplatz, aber sehr schöner Pool, tolle Aussicht, Fußballplatz, Kiosk, zu empfehlen
- Ledrosee: Camping Casavecchia - sehr schön, tolle Gegend, super Pool, top Restaurant, sehr netter Empfang
Gesellschaftsspiel am Abend: Würfelkönig das Brettspiel
Donnerstag, 11.06.2026 von Winklmeier Markus
Du bist hier: Italien
Inhaltsverzeichnis:
- 1. Zwischenstopp am Kalterer See (Tag 1)
- 2. Klettersteig Rio Sallagoni und Ankunft in Arco (Tag 2)
- 3. Klettern, Arco und Freibad (Tag 3)
- 4. Movieland Gardasee & Ankunft Ligurien (Tag 4)
- 5. MTB, Pool, Strand Spiaggia Scoglio dell'Asseu (Tag 5)
- 6. Sestri Levante & Strand (Tag 6)
- 7. Pool & Strand Sestri Levante (Tag 7)
- 8. In der Cinque Terre - Monterosso al Mare (Tag 8)
- 9. Strand und Fahrt an den Ledrosee (Tag 9)
- 10. Ledrosee und Riva del Garda (Tag 10)
- 11. Heimfahrt & Fazit (Tag 11)
- Reiseführer-Tipp
- Aktivitäten Tipp
- Die perfekte Packliste für eine Reise nach Italien
- Weitere Italien Artikel
1. Zwischenstopp am Kalterer See (Tag 1)
Gegen Mittag fuhren wir mit unserem neuen alten Campervan über den Brenner bis in die Nähe des Kalterer Sees. Da ich für diesen Urlaub bislang nichts gebucht hatte, wollte ich die Reservierung für einen Campingplatz kurzfristig vornehmen. In der Ferienzeit und bei dem herrlichen Wetter stellte sich das jedoch als äußerst schwierig heraus. Etwa 15 Kilometer vor dem Kalterer See bekam ich schließlich in Leifers auf dem 4 Sterne Campingplatz Steiner einen der letzten freien Stellplätze. Zwar war er nicht gerade günstig, dafür aber wirklich sehr schön.
Nach unserer Ankunft konnten wir noch eine Runde im großen Außenpool schwimmen und anschließend den angenehm warmen Indoorpool genießen. Später gingen wir in der hauseigenen Pizzeria essen. Die Pizza war lecker, und danach spielten wir gemeinsam noch ein Brettspiel. Anschließend machten wir es uns gemütlich in unserem Camper. Emma und ich schliefen im Aufstelldach, während Brigitte und Tim unten übernachteten. So begann unser Urlaub – die Camping Winkls on Tour.
4 Sterne Camping Steiner in Leifers - sehr schön, toller Pool, gute Pizzeria - ein klarer Winkltipp!
2. Klettersteig Rio Sallagoni und Ankunft in Arco (Tag 2)
Am Morgen sprangen die Kinder noch in den Pool, während Brigitte und ich den Camper abfahrbereit machten. Anschließend fuhren wir zum Kalterer See, wo Brigittes Papa gerade Urlaub machte und zufällig heute Geburtstag hatte. Natürlich statteten wir ihm einen kurzen Besuch ab, um zu gratulieren.
Bei herrlichem, sonnigem Wetter ging es danach weiter in Richtung Gardasee. Unseren Camper parkten wir bei der Burg von Drena. Gemeinsam mit den Kindern wollten wir den wunderschönen Klettersteig Rio Sallagoni meistern. Über einen kleinen Wanderweg, der immer wieder die Straße kreuzte, gelangten wir zum Einstieg in die Schlucht.
Dort unten war es angenehm kühl, denn inzwischen zeigte das Thermometer bereits knapp 30 Grad an. Emma stieg voraus, dann folgte ich. An mir war Timi zusätzlich mit einer kurzen Prusikschlinge zur Sicherheit befestigt, und den Abschluss bildete Brigitte.
Der Klettersteig schlängelt sich teilweise im Schwierigkeitsgrad C atemberaubend durch die Schlucht. Wir überquerten zwei Seilbrücken über den Rio Sallagoni, meisterten einige überhängende Passagen und überwanden zahlreiche Eisenstifte und Leitern. Es machte uns riesigen Spaß, und die Kinder bewältigten den gesamten Steig mit beeindruckender Leichtigkeit.
Nach knapp zwei Stunden erreichten wir das Ende der wunderschönen Via Ferrata und waren gleichzeitig wieder am Camper angekommen. Zur Belohnung holten wir uns in einem Café kühle Getränke. Anschließend setzten wir unsere Reise fort – allerdings nur für etwa 15 Minuten. Dann hatten wir bereits unser heutiges Ziel erreicht: den Camping Daino in Pietramurata. Der Campingplatz ist schön gelegen, doch leider war der Pool noch geschlossen beziehungsweise noch nicht mit Wasser befüllt.
Ich fand jedoch schnell eine Alternative. Da ich ohnehin noch laufen gehen wollte, verbanden wir das mit einem gemeinsamen Ausflug zum wunderschönen Lago di Cavedine. Ich joggte und der Rest der Familie radelte mit dem MTB. An der Ostseite besuchten wir das Strandbad Paradise und sprangen kurz in den eisigen See mit seinen etwa 10 Grad Wassertemperatur. Wir spielten Ball, genossen kühle Getränke und gönnten uns eine Kleinigkeit im Strandcafé.
Den Rückweg nutzte ich für einen fünf Kilometer langen Lauf in einer 4er-Pace. Zurück auf dem Campingplatz kochten wir Nudeln, dazu gab es ein kühles Bier. Zum Abschluss des Tages schauten wir noch einen Film auf unserem großen Monitor im Camper.
3. Klettern, Arco und Freibad (Tag 3)
Wir frühstückten gemeinsam und genossen die Aussicht auf die Berge direkt neben uns. Es war bereits ziemlich warm, und im Laufe des Tages sollte es noch heißer werden. Anschließend fuhren wir nach Arco zum Schwimmbad in der Nähe des Campeggio Arco. Von dort sind es nur wenige Meter zu den berühmten Kletterfelsen. Zunächst fanden wir leider keinen Parkplatz und mussten weiterfahren. Doch kurz vor der Sarca-Brücke wurde auf einem Parkplatz zufällig noch ein Platz frei, den wir uns sofort sicherten.
Wir marschierten zu den Kletterfelsen und suchten uns zunächst den Felsen 2 aus. Dort konnten wir Routen im 4. Schwierigkeitsgrad klettern. Emma und Tim kletterten dabei zum ersten Mal im Vorstieg. Anschließend wechselten wir zur Sektion A, wo ebenfalls 12 Meter lange Routen im 4. Schwierigkeitsgrad auf uns warteten.
Durchgeschwitzt und mit müden Armen gingen wir danach ins schöne Schwimmbad, um uns im kühlen Nass zu erfrischen. Ich schwamm außerdem noch zwei Kilometer auf der 25-Meter-Bahn.
Später schlenderten wir durch Arco und gönnten uns ein leckeres Eis. Anschließend kauften wir im Supermarkt ein und kochten uns im Camper ein leckeres Abendessen. Danach spielte ich noch mit den Kindern Fußball, und zum Abschluss schauten wir gemeinsam einen Film. Ein toller Tag in der Gardaseegegend.
Arco liegt nördlich des Gardasees und ist ein echtes Paradies für Kletterer. Die steilen Felswände, das milde Klima und die vielen gut erschlossenen Kletterrouten machen den Ort zu einem der beliebtesten Klettergebiete Europas. Anfänger und Profis finden hier passende Touren in wunderschöner Landschaft. Nach dem Klettern lädt die gemütliche Altstadt von Arco zum Entspannen ein.
4. Movieland Gardasee & Ankunft Ligurien (Tag 4)
Nach dem gemeinsamen Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen, und unsere Reise in den Süden konnte weitergehen. Entlang der Ostküste des Gardasees fuhren wir bis nach Lazise. Dort hatten wir eine Überraschung für die Kinder vorbereitet.
Fast pünktlich zur Parkeröffnung kamen wir im Movieland um 10 Uhr an. Die Freude der Kinder war riesig, als sie bemerkten, dass es in einen Freizeitpark ging. Wir verbrachten viele abenteuerliche Stunden dort: Wir fuhren Achterbahn, besuchten eine 3D-Show, sausten eine Wasserrutsche hinunter und mussten am Ende leider feststellen, dass wir viel zu wenig Zeit hatten. Deshalb steht fest: Wir müssen wiederkommen.
Das Movieland am Gardasee ist ein einzigartiger Freizeitpark in Lazise, der ganz im Zeichen von Hollywood und der Welt des Films steht. Besucher erleben spektakuläre Stuntshows, actionreiche Attraktionen und spannende Themenwelten, die von bekannten Kinohits inspiriert sind. Besonders beliebt sind die Fahrgeschäfte mit echten Stuntfahrern sowie die aufwendig inszenierten Live-Shows. Der Park gehört zum CanevaWorld Resort und bietet Spaß und Unterhaltung für die ganze Familie.
Gegen 16 Uhr setzten wir unsere Reise nach Sestri Levante fort. Dort angekommen, mussten wir noch eine kleine Serpentinenstraße zum Camping Mare Monti hinauffahren. Vom Campingplatz aus hat man eine geniale Aussicht über die Bucht von Sestri Levante.
Leider war der Pool bereits geschlossen, doch wir nahmen uns vor, am nächsten Morgen als Erstes schwimmen zu gehen. Nachdem wir uns mit Nudeln gestärkt hatten, gingen Tim, Emma und ich noch zum eingezäunten Fußballplatz. Das war perfekt, denn so konnte der Ball nicht verloren gehen. Wir spielten bis 22 Uhr Fußball und fielen anschließend völlig erschöpft ins Bett.
Sestri Levante ist ein malerischer Küstenort in der italienischen Region Ligurien und bekannt für seine traumhafte Lage zwischen zwei Buchten. Besonders beliebt sind die „Baia del Silenzio“ (Bucht der Stille) und die „Baia delle Favole“ (Märchenbucht), die mit ihrem feinen Sand und dem klaren, türkisblauen Wasser zum Baden und Entspannen einladen. Die Strände bieten ideale Bedingungen für Familien, Sonnenanbeter und Wassersportler. Mit seiner charmanten Altstadt, den bunten Häusern und der mediterranen Atmosphäre zählt Sestri Levante zu den schönsten Urlaubszielen an der ligurischen Küste.
5. MTB, Pool, Strand Spiaggia Scoglio dell'Asseu (Tag 5)
Schon früh saß ich auf dem Mountainbike, um die Gegend zu erkunden. Zunächst fuhr ich die Serpentinenstraße hinunter bis zum Ortsteil Riva Trigoso. Der Strand sah ganz ordentlich aus, konnte mich jedoch nicht wirklich begeistern. Von dort ging es weiter nach Riva Levante. Hier entdeckte ich einen schönen Strand, der sich hervorragend zum Schnorcheln eignete. Leider befindet sich direkt daneben eine riesige Werft.
Anschließend radelte ich weiter nach Sestri Levante. So richtig Spaß machte die Fahrt allerdings nicht, da der Verkehr ziemlich dicht war. Ich fuhr durch das hübsche Städtchen und schaute mir die Stadtstrände an. Dabei handelt es sich um lange Sandstrände, die auf mich jedoch wenig einladend wirkten. Mein Fazit des Ausflugs lautete daher, dass der Strand neben der Werft der schönste der Gegend war. Wie sich später herausstellte, waren wir so begeistert von diesem Ort, dass wir ihn noch vier weitere Male besuchen würden.
Zurück am Campingplatz standen die Kinder gerade erst auf und krochen aus dem Camper. Gemeinsam frühstückten wir und sprangen anschließend in den Pool. Dort herrschte Badehaubenpflicht. Leider hatte nur ich eine Badehaube dabei, sodass wir noch drei weitere kaufen mussten.
Gegen Mittag fuhren wir dann zur Spiaggia Scoglio dell'Asseu. Es war bereits ziemlich heiß, und wir freuten uns über die Abkühlung im Wasser. Ich pumpte die Luftmatratzen und das Stand-up-Paddle auf. Dieses hatte ich Brigitte zum Geburtstag geschenkt. Direkt neben dem Strand befindet sich eine felsige Insel, an der man hervorragend schnorcheln kann. Mit dem Stand-up-Paddle legten wir dort an und kletterten bis auf den Gipfel der kleinen Insel. Eine steile Treppe führte, teilweise ausgesetzt, nach oben. Wir verbrachten den gesamten Nachmittag bis zum Abend am Strand und hatten riesigen Spaß beim Paddeln und Schnorcheln. Außerdem gab es eine kleine Bar, in der wir Getränke und Snacks kauften. Am Abend spielten wir wieder Fußball und schauten gemeinsam einen Film im Camper an.
6. Sestri Levante & Strand (Tag 6)
Gemeinsam genossen wir unser morgendliches Frühstück. Anschließend fuhr ich mit dem Camper zum Parkplatz unseres Lieblingsstrandes, der Spiaggia Scoglio dell'Asseu. Dort findet man entlang der Straße fast immer einen Parkplatz. Währenddessen fuhren Brigitte und die Kinder mit ihren MTBs vom Campingplatz hinunter. Ich startete meinen Lauf am Parkplatz, und wir trafen uns an der Kreuzung. Von dort lief ich in Richtung Sestri Levante, während mir der Rest der Familie mit den MTBs folgte.
Zwischendurch machten wir Halt an einem Spielplatz, doch es war beinahe zu heiß zum Spielen. Daher ging es weiter bis in die Fußgängerzone von Sestri Levante. Dort parkten wir die Räder und schlenderten durch die Gassen. Natürlich durfte auch ein leckeres Eis nicht fehlen. Die Sandstrände hier sind zwar wunderschön, doch wir wollten wieder schnorcheln. Deshalb radelten wir – beziehungsweise ich lief – zurück zum Camper. Dort holten wir unser Strandequipment, bestehend aus Schnorchel, SUP und Luftmatratzen, und machten uns auf den Weg zu unserem Strand.
Anschließend fuhr ich mit Emmas MTB kurz zum Campingplatz hinauf, um danach wieder nach unten zu laufen. So konnte die kleine Maus später bequem mit dem Camper den steilen Berg hinauffahren. Timi und ich radelten anschließend noch einmal in der Hitze bis zum Campingplatz hinauf. Den Nachmittag verbrachten wir am Strand und genossen das Schnorcheln, Stand-up-Paddling und entspannte Stunden am Meer. Am Abend gab es wieder ein gemeinsames Fußballmatch, bevor wir den Tag gemütlich bei einem Film ausklingen ließen.
7. Pool & Strand Sestri Levante (Tag 7)
Den Vormittag verbrachte ich mit der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten für die kommenden Tage, da gefühlt alle Campingplätze in ganz Italien ausgebucht waren. Schließlich entschieden wir uns, unseren Aufenthalt hier um zwei Tage zu verlängern. Für die Heimreise fand ich nach langer Suche einen Campingplatz am Ledrosee in der Nähe von Riva del Garda.
Die Kinder verbrachten viel Zeit im Pool, und gemeinsam spielten wir Fußball. Am Nachmittag fuhren wir erneut zu unserem Lieblingsstrand. An diesem Tag war das Schnorcheln allerdings nicht möglich, da ein kräftiger Wind wehte und dadurch hohe Wellen entstanden. Das gefiel uns jedoch ebenfalls sehr, denn wir sprangen begeistert in die Wellen und ließen uns mit dem SUP ordentlich durchschütteln. Den Abend verbrachten wir wieder gemeinsam mit einer Runde Fußball, einigen Gesellschaftsspielen und einem gemütlichen Kinoabend im Camper.
8. In der Cinque Terre - Monterosso al Mare (Tag 8)
Schon früh machten wir uns mit dem Camper auf den Weg nach Deiva Marina. Von dort aus ging es mit dem Zug weiter in die berühmte Region der Cinque Terre. Die Zugfahrt dauerte nicht lange, war mit 50 Euro für uns vier jedoch kein günstiges Vergnügen. Als Ziel wählten wir das traumhafte Küstenstädtchen Monterosso al Mare, das größte und wohl strandreichste der fünf Dörfer.
Die Cinque Terre gehören zu den bekanntesten Küstenregionen Italiens und bestehen aus den fünf malerischen Dörfern Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Die farbenfrohen Häuser schmiegen sich an steile Felsen oberhalb des Ligurischen Meeres und bieten eine einzigartige Kulisse. Die Dörfer sind durch Wanderwege, die Bahn und teilweise auch per Boot miteinander verbunden. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Landschaft und der jahrhundertealten Terrassenkultur zählen die Cinque Terre seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders beeindruckend sind die spektakulären Ausblicke auf das Meer, die verwinkelten Gassen und die entspannte italienische Atmosphäre.
Vom Bahnhof aus schlenderten wir zunächst entlang der Strandpromenade in nördlicher Richtung. Die Strände dort sind einfach traumhaft und laden sofort zum Verweilen ein. Dennoch wollten wir zunächst das malerische Örtchen erkunden, bevor wir uns später am Strand entspannten. Anschließend machten wir uns auf den Weg in die andere Richtung und erreichten die historische Altstadt. Dort bewunderten wir die verwinkelten Gassen, die farbenfrohen Häuser und die zahlreichen kleinen Geschäfte, die dem Ort seinen ganz besonderen Charme verleihen.
Monterosso al Mare ist das größte der fünf Dörfer der Cinque Terre und besonders für seinen schönen Sandstrand bekannt. Der Ort besteht aus einer Altstadt mit engen Gassen und einem neueren Teil, der direkt am Meer liegt. Besonders beeindruckend sind die bunten Häuser, die Felsen und das klare Wasser der ligurischen Küste. Hier kann man wunderbar baden, durch die kleinen Straßen schlendern oder ein Eis mit Blick aufs Meer genießen. Monterosso verbindet italienisches Urlaubsgefühl mit der besonderen Atmosphäre der Cinque Terre.
Später wanderten wir entlang der Küste in Richtung Vernazza. Der Weg führte über abenteuerliche Treppen steil nach oben und anschließend wieder hinunter. Nach etwa einer halben Stunde entschieden wir uns jedoch umzukehren, da wir unbedingt noch baden wollten. Für zwei Liegen mit Sonnenschirm hätten wir stolze 45 Euro bezahlen müssen. Deshalb suchten wir uns lieber einen freien Strandabschnitt. Dort gingen die Kinder und ich im glasklaren Wasser schnorcheln. Leider begegnete ich dabei der einzigen Qualle weit und breit – und ausgerechnet einer Feuerqualle. Das Resultat war ein ordentlicher Ausschlag an meinem Arm. Davon ließ ich mir die Laune jedoch nicht verderben und schnorchelte weiter. Eigentlich war es sogar faszinierend, das Tier dabei zu beobachten, wie es elegant durch das Wasser schwebte. Berühren sollte man es allerdings besser nicht. :-)
Nach unserer etwas schmerzhaften Feuerquallen-Badeeinheit gönnten wir uns noch ein leckeres Eis und ein kühles Bier in einem Strandcafé mit traumhaftem Ausblick auf das Meer. Am Abend ging es mit dem Zug zurück nach Deiva Marina. Wieder am Campingplatz angekommen, spielten wir eine Runde Fußball, aßen gemeinsam Nudeln und ließen den Tag bei einem coolen Kartenspiel ausklingen.
9. Strand und Fahrt an den Ledrosee (Tag 9)
Wir packten am Morgen alles in unseren Camper und mussten uns leider von dieser wunderschönen Gegend verabschieden. Natürlich nicht, ohne unserem Lieblingsstrand noch einen letzten Besuch abzustatten. Ein letztes Mal paddelten wir mit dem SUP und schnorchelten rund um die kleine Insel.
Gegen Mittag machten wir uns auf die Rückreise. Am späten Nachmittag erreichten wir den Camping Casavecchia, der etwas oberhalb des Ledrosees liegt. Brigitte ging mit den Kindern an den Pool, während ich noch das Zelt aufbaute. Timi und ich wollten heute darin übernachten.
Später lief ich noch 12 Kilometer zum Ledrosee und wieder zurück. Leider begann es unterwegs stark zu regnen. Da das Zelt aber bereits aufgebaut war, legten Timi und ich uns trotzdem hinein. Es gewitterte und regnete in Strömen, doch das Zelt hielt dicht. Auf jeden Fall ein guter Härtetest...
Der Ledrosee (Lago di Ledro) gehört zu den schönsten Bergseen im Trentino und liegt auf etwa 650 Metern Höhe, rund 15 Kilometer westlich des Gardasees. Mit seinem kristallklaren, türkisblauen Wasser und der beeindruckenden Bergkulisse ist er ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber, Wanderer und Wassersportler. Trotz seiner vergleichsweise geringen Größe erreicht der See eine Tiefe von bis zu 48 Metern und erwärmt sich im Sommer auf angenehme Badetemperaturen. Rund um den See laden zahlreiche Wander- und Radwege dazu ein, die idyllische Landschaft zu erkunden. Besonders bekannt ist der Ledrosee für seine Pfahlbauten aus der Bronzezeit, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Im Pfahlbaumuseum von Molina di Ledro können Besucher mehr über das Leben der Menschen vor über 4.000 Jahren erfahren. Im Vergleich zum oft trubeligen Gardasee geht es am Ledrosee deutlich ruhiger zu. Gerade diese entspannte Atmosphäre macht ihn zu einem echten Geheimtipp für Familien, Sportler und alle, die die Natur genießen möchten.
10. Ledrosee und Riva del Garda (Tag 10)
Fast die ganze Nacht hatte es gewittert und geregnet, doch am Morgen schien wieder die Sonne, und keine einzige Wolke war am Himmel zu sehen. Ich radelte mit meinem MTB einen kleinen Wanderweg hinauf, während Brigitte in Richtung Ledrosee joggte und die Kinder sie mit ihren MTBs begleiteten.
Ich kämpfte mich rund 500 Höhenmeter nach oben und gelangte dabei in ein Bärengebiet. Überall standen Warnschilder, gesehen habe ich von den flauschigen Tieren jedoch keines. Nach etwa einer Stunde drehte ich um und fuhr ebenfalls mit Vollgas zum Ledrosee, wo ich wieder auf meine drei Mäuse traf. Brigitte joggte zurück zum Campingplatz, während die Kinder und ich uns noch ein Eis gönnten und anschließend ebenfalls zum Camper zurückradelten. Einige Wolken waren inzwischen leider schon aufgezogen, dennoch schien die Sonne weiterhin.
Wir gingen an den Pool und plantschten im Wasser. Leider begann es bald wieder zu gewittern, sodass wir uns im Camper verschanzten. Als das Wetter etwas besser wurde, fuhren wir nach Riva del Garda. Ziemlich zentral fanden wir einen Parkplatz, und pünktlich dazu hörte auch der Regen auf. Wir schlenderten durch die schönen Gassen, stöberten in den Geschäften und kauften das eine oder andere ein. Natürlich ließen wir uns auch ein leckeres Eis schmecken.
Am Abend hatten wir einen Tisch im campingplatzeigenen Restaurant reserviert. Bei einem Glas Wein feierten Brigitte und ich unseren 13. Hochzeitstag. Gemeinsam mit den Kindern spielten wir noch einige Spiele und genossen den schönen Abend.
11. Heimfahrt & Fazit (Tag 11)
Schon um 7 Uhr morgens brachen wir unsere Zelte ab und machten uns auf den Heimweg, da Brigitte am Nachmittag noch arbeiten musste. Die Fahrt verlief ohne größere Staus, und am frühen Nachmittag erreichten wir wieder unsere niederbayerische Heimat.
Fazit: Ligurien war traumhaft. In Sestri Levante fanden wir einen wunderschönen Strand. Das Wetter hätte für den Mai nicht besser sein können: Elf Tage Sommer bei konstanten 30 Grad. Der einzige Wermutstropfen war die Schwierigkeit, spontan freie Campingplätze zu finden. Das Klettern in Arco war genial, und auch der Ledrosee war einen Besuch wert.

