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Fuerteventura - Swim, Bike, Run, Wandern, Sonne, gutes Essen und Relax...

Nach längerer Zeit ging es für mich wieder mit meinem Triathlonverein tri.P.coaching ins Trainingslager – diesmal mit Kurs auf die Kanaren. Untergebracht waren wir im bewährten Sporthotel Playitas im Südosten von Fuerteventura, das perfekte Bedingungen für ambitionierte Ausdauersportler bietet. Ab dem 6. Tag kam auch Brigitte auf die Insel, da ich ohnehin ein Doppelzimmer gebucht hatte. Gemeinsam erlebten wir abwechslungsreiche Trainingstage: Viele Kilometer sammelten wir auf dem ausgeliehenen Rennrad, erkundeten die umliegenden Trails bei Laufeinheiten, zogen unsere Bahnen im 50-Meter-Becken und nutzten natürlich auch das Meer für Schwimmeinheiten. Ein besonderes Highlight war die Wanderung auf den höchsten Berg Fuerteventuras, den Pico de la Zarza mit seinen 814 Metern – inklusive atemberaubender Ausblicke. Abends genossen wir das ausgezeichnete Essen im Playitas und ließen die Trainingstage bei inspirierenden Gesprächen mit meinem Coach Ralf und den anderen Triathleten ausklingen. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite: viel Sonne, typisch kräftiger Wind für Fuerteventura und angenehme Temperaturen zwischen 22 und 24 Grad – ideale Bedingungen für ein rundum gelungenes Trainingslager...

Eckdaten:

Datum unserer Reise: 07-17.02.2026

Kosten: ~3000 Euro

Wetter: Sonne, 22-24 Grad

Radkilometer: 600 km

Laufkilometer: 65 km

Schwimmkilometer: 12 km

Unser Hotel: Playitas Hotel oder Pauschalreise bei Check24

Leihauto: Toyota Aygo über Check24

Gesellschaftsspiel am Abend: Würfelkönig das Brettspiel

Leselektüre für den Pool: Weil ich es kann von Jonas Deichmann

Dienstag, 26.02.2026 von Winklmeier Markus

Du bist hier: Spanien

1. Ankunft auf Fuerte, erster Traillauf und Schwimmeinheit (Tag 1)

Schon früh am Morgen, genauer gesagt um 4:30 Uhr, fuhr ich zum Flughafen München und stellte mein Auto im Parkhaus P20 ab, das ich vorab gebucht hatte. Das Einchecken verlief problemlos, und auch die Sicherheitskontrolle ging schneller als erwartet. So saß ich schließlich zwei Stunden zu früh im Wartebereich.

Dort traf ich meinen Coach Ralf von tri.P.coaching sowie Alex und Christina. Dadurch verging die Wartezeit wie im Flug, und schon bald saßen wir im Flieger in Richtung Süden. Gegen Mittag landeten wir auf Fuerteventura. Sonnenschein und angenehme 23 Grad begrüßten uns. Mit einem Shuttlebus gelangten wir nach einer guten halben Stunde Fahrt zum Playitas Hotel. Auch hier verlief der Check-in zügig und problemlos. Ich bekam ein schönes Doppelzimmer mit Küche und Balkon. Von dort hatte ich einen herrlichen Blick über die Anlage und die umliegenden Berge.

Zunächst erkundete ich die Anlage. Seit 2014 hatte sich nicht viel verändert. Im Supermarkt kaufte ich Getränke und ein paar Kekse, danach zog ich meine Laufkleidung an. Ich lief eine kleine Runde auf den Trails über die Hügel neben der Anlage. Der Blick ist herrlich, wenn man auf das Meer und die zerklüftete Küste schaut. Nach dem Läufchen schwamm ich mit Alex noch eine Runde in der gebuchten 50-Meter-Bahn.

Am Abend trafen wir uns alle zum gemeinsamen Abendessen. Die Auswahl am Buffet war reichhaltig und auch in den nächsten zehn Tagen sehr abwechslungsreich. Müde fiel ich schließlich schon früh ins Bett.

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4 Sterne Playitas Hotel: Das Playitas hält, was es verspricht. Bereits vor zwölf Jahren war das Sporthotel für mich ein Traum – und auch heute hat es nichts von seiner Qualität eingebüßt. Schon beim Check-in wird man freundlich an der Rezeption empfangen. Die Zimmer sind sauber, großzügig geschnitten und bieten alles, was man für einen sportlichen Aufenthalt braucht. Die Sportanlagen sind hervorragend: ein bestens ausgestattetes Fitnessstudio und das beeindruckende 50-Meter-Becken lassen keine Trainingswünsche offen. Auch der Radverleih überzeugt mit hochwertigem Material – wenngleich die Preise für ein Rennrad inzwischen deutlich gestiegen sind. Super lecker ist auch die Verpflegung: Sowohl das Frühstück als auch das Abendessen sind abwechslungsreich und qualitativ sehr hochwertig. Ob bewusst gesund oder etwas herzhafter – hier findet jeder das Passende. Frisches Obst und Gemüse stehen stets in großer Auswahl bereit, und geschmacklich hat wirklich alles überzeugt. Außerdem ist das Playitas ein idealer Ausgangspunkt für lange Rennradtouren sowie abwechslungsreiche Laufeinheiten in der beeindruckenden Landschaft Fuerteventuras. Ein klarer Winkl-Tipp!

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Fuerteventura ist die zweitgrößte der Kanarischen Inseln und liegt im Atlantik vor der Küste Afrikas. Die Insel ist besonders bekannt für ihre kilometerlangen Sandstrände, das türkisfarbene Meer und die beeindruckende, teils karge Vulkanlandschaft. Durch das ganzjährig milde Klima mit angenehmen Temperaturen ist sie ein beliebtes Reiseziel für Sonnenanbeter, Wassersportler und Ausdauersportler. Vor allem Surfer und Kitesurfer schätzen die konstanten Winde. Neben den Stränden prägen kleine Dörfer, weite Ebenen und markante Berge das Landschaftsbild der Insel.

Playitas ist ein kleiner, ruhiger Ort an der Ostküste von Fuerteventura und vor allem für sein Sportresort bekannt. Das Playitas Resort gilt als eines der beliebtesten Trainingsziele für Ausdauer- und Leistungssportler in Europa. Die Anlage bietet optimale Bedingungen mit 50-Meter-Schwimmbecken, Leichtathletikstadion, gut ausgestatteten Fitnessbereichen sowie Rad- und Laufstrecken in abwechslungsreicher Umgebung. Neben dem umfangreichen Sportangebot überzeugt Playitas durch seine entspannte Atmosphäre, das ganzjährig milde Klima und die direkte Lage am Meer. Die umliegende Vulkanlandschaft und die hügeligen Trails machen den Ort besonders attraktiv für Läufer und Triathleten.

2. Erste Rennradtour bis Ajuy (74 km 1000 Hm) und Schwimmtraining (Tag 2)

Auch das Frühstück im Playitas war superlecker. Im Anschluss holte ich mein Leihrennrad ab – ein BMC mit elektronischer Di2-Schaltung. Ich fuhr auch gleich los, um die Straßen Fuerteventuras zu erkunden. Zunächst ging es auf der viel befahrenen Hauptstraße bis nach Tuineje. Von dort fuhr ich bergauf weiter bis Pájara und anschließend auf einer kleinen Straße bis nach Ajuy, einem kleinen Ort an der Westküste. Dort machte ich eine kurze Pause und genoss den tollen Blick auf den Strand und die Felsenküste.

Auf dem gleichen Weg radelte ich wieder zurück und war auf den 74 Kilometern mit rund 1.000 Höhenmetern etwas mehr als drei Stunden unterwegs. Nach der Radeinheit schwamm ich noch 10 × 200 Meter in der 50-Meter-Bahn. Anschließend legte ich mich an den Pool und las das neueste Buch von Jonas Deichmann, bevor wir uns zum Abendessen trafen.

Route auf Strava - Playitas - Ajuy

3. Rennrad Las Hermosas und Pajara (73 km 1140 Hm) + Koppellauf(Tag 3)

Natürlich stärkten wir uns auch an diesem Tag beim Frühstück. Meistens aß ich eine Vollkornsemmel mit Käse, dazu Müsli mit Joghurt, Bohnen, Eier, Obst und etwas Süßes. Um 9:30 Uhr starteten Alex und ich zu einer Radtour. Zunächst radelten wir auf der viel befahrenen Hauptstraße in Richtung Süden, bevor wir auf eine einsame Bergstraße abbogen. Diese führte uns steil hinauf zu einem Aussichtspunkt. Dabei hatten wir stets vier Windräder im Blick. Anschließend ging es auf einer Serpentinenstraße hinunter bis nach Las Hermosas, wo wir wieder auf eine Hauptstraße trafen.

Leider hatte der Wind wenig Mitleid mit uns, sodass wir gegen starken Gegenwind bergauf bis zum Aussichtspunkt „Mirador Astronómico“ strampeln mussten. Nach einer kurzen Pause fuhren wir weiter bis nach Pájara, wo wir etwas länger in einem Café verweilten. Ein letztes Mal mussten wir einen Anstieg bewältigen, bevor wir mit Rückenwind bergab zurück nach Playitas radelten. Insgesamt waren wir 3 Stunden und 12 Minuten unterwegs und legten dabei 73 Kilometer mit 1.140 Höhenmetern zurück.

Im Anschluss lief ich noch zehn Kilometer in einem etwas flotteren Tempo mit einer 4:20er-Pace. Auch heute entspannte ich vor dem Abendessen am Pool und telefonierte mit Brigitte und den Kindern. Ich freute mich schon darauf, dass Brigitte am Donnerstag ebenfalls nach Fuerteventura fliegen würde.

Route auf Strava - Las Hermosas

4. Rennrad Pajara, Antigua, Cardon (131 km 2030 Hm) (Tag 4)

Und wieder begrüßten mich auf dem Weg zum Frühstück die Sonne und ein strahlend blauer Himmel. Heute stand eine längere Radtour auf dem Programm. Zunächst fuhr ich mit Alex nach Pájara und anschließend über eine stetig ansteigende Panoramastraße bis zum Aussichtspunkt Betancuria. Dort drehte Alex um, da sie später noch eine Schwimmeinheit absolvieren wollte. Ich fuhr weiter bis in das historische Dörfchen Betancuria. Leider lag der Ort im Nebel, und es nieselte leicht.

Von dort kämpfte ich mich weiter hinauf zu den beiden Eisenmännern am „Mirador de Guise y Ayose“. Hier regnete es, und ich wurde pitschnass. Schnell machte ich ein Foto von den Statuen und sah zu, dass ich zügig wieder bergab kam. Nur wenige Kilometer weiter, in Antigua, schien bereits wieder die Sonne, und der Himmel war wolkenlos. Dort stärkte ich mich in einer Bäckerei mit einer Cola und einem süßen Stückchen. Als ich in Tuineje ankam, entschied ich mich, noch eine weitere Runde zu fahren. Also drückte ich die nächsten Serpentinen bei Cardón hinauf, um ein weiteres Mal nach Pájara zu radeln. Dort ging mir beinahe die Energie aus, doch im Supermarkt deckte ich mich mit Cola und drei Mars ein. Mit diesen Energielieferanten im Magen schaffte ich es schließlich zurück nach Playitas, wo ich mich am Pool in der Sonne entspannte. Insgesamt war ich in 5 Stunden 50 Minuten 131 Kilometer und 2028 Höhenmeter unterwegs. Am Abend aßen wir wieder alle gemeinsam am Buffet und unterhielten uns über vergangene und zukünftige Trainingseinheiten.

Route auf Strava - Pajara, Antigua, Cardon

5. Rennrad La Lajita, Tesejerague (76 km 800 Hm) + Koppellauf + Swim (Tag 5)

An diesem Tag radelte ich nach dem Frühstück mit Moartl und Janina in Richtung La Florida. Dort blühten an den Berghängen zahlreiche Blumen, was für Fuerteventura eher untypisch ist. Da es im Winter häufiger geregnet hatte und der vulkanische Boden offenbar doch fruchtbar ist, stand die ganze Insel in voller Blüte.

Auf der Hauptstraße fuhren wir bis nach La Lajita, bevor wir auf kleine Nebenstraßen abbogen und durch eine wunderschöne Landschaft radelten. In Giniginamar machten wir eine kurze Pause, ehe es wieder zurückging. Insgesamt waren wir drei Stunden unterwegs und legten dabei 76 Kilometer mit rund 800 Höhenmetern zurück. Im Anschluss lief ich fünf Kilometer in einer 4:07er-Pace, und auch eine Schwimmeinheit über einen Kilometer durfte nicht fehlen. Nach getaner Arbeit legte ich mich wieder in die Sonne und genoss das schöne Wetter, bevor es um halb sieben zum Abendessen ging.

Route auf Strava - La Lajita

6. Rennrad La Florida (52 km 580 Hm) + Trailrun (Tag 6)

Wenn alles gut lief, würde Brigitte heute in Fuerteventura bei mir ankommen. Natürlich freute ich mich sehr auf meine Frau und auf die gemeinsame Zeit im sonnigen Süden. Nach dem Frühstück drehte ich noch eine kleine Runde mit dem Rennrad durch das Blumenmeer bei La Florida. Anschließend kaufte ich im Supermarkt ein und absolvierte einige Karate- und Stabiübungen.

Brigitte landete mittags am Flughafen von Fuerteventura. Leider dauerte die Abholung des Mietwagens über eine Stunde, doch danach konnte sie sich endlich auf den Weg nach Playitas machen. Ich wartete freudestrahlend auf dem Parkplatz auf ihre Ankunft. Der Check-in im Hotel verlief wie gewohnt reibungslos. Natürlich wollten wir den schönen Tag sportlich nutzen und liefen die ersten Trails über die Berge südlich der Anlage. Nach einer entspannenden Dusche legten wir uns an den Pool und genossen einen Willkommensdrink in Form eines kühlen Dosenbiers. Beim Abendessen wurde Brigitte von den anderen herzlich begrüßt, und wir unterhielten uns in gemütlicher Runde.

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Route auf Strava - La Florida

7. Rennrad La Florida (52 km 580 Hm) die Zweite und Swim (Tag 7)

Am Morgen genossen wir gemeinsam das Frühstück und holten anschließend das reservierte Leihrad für Brigitte ab. Außerdem buchten wir für 14 Uhr eine 50-Meter-Bahn im Pool.

Zunächst radelten wir nach Tesejerague, wo wir in einem kleinen Café ein kühles Getränk und ein süßes Gebäck genossen. Nach der kurzen Pause fuhren wir weiter nach La Florida und anschließend nach Tuineje. Von dort wehte uns der Wind zurück zum Hotel.

Nach einer kurzen Erholungspause gingen wir zum Pool, wo wir für eine Stunde eine Bahn reserviert hatten. Ich schwamm in dieser Zeit insgesamt 3,3 Kilometer am Stück. Natürlich entspannten wir danach noch etwas am Pool, bevor wir zum Abendessen gingen.

Route auf Strava - La Florida die Zweite

8. Trailrun Pico de la Zarza (12,6 km 800 Hm) (Tag 8)

Leider hatten wir während unseres Aufenthalts starken Wind auf der Insel, teilweise mit Böen bis zu 60 km/h. Nach dem Frühstück radelten wir in Richtung Tuineje, drehten jedoch auf halber Strecke wieder um, da der starke Wind auf der vielbefahrenen Hauptstraße keinen Spaß machte und zudem durchaus gefährlich werden konnte. Stattdessen fuhren wir nach Gran Tarajal, wo wir uns am Strand ein Eis gönnten.

Da wir während unseres gesamten Aufenthalts ein Auto gemietet hatten, wollten wir unseren fahrbaren Untersatz natürlich auch nutzen. Deshalb fuhren wir weiter in Richtung Süden bis zur Feriensiedlung Jandía und Morro Jable. Der Pico de la Zarza ist mit 807 m der höchste Berg der Kanareninsel Fuerteventura. Die Wanderung auf den Gipfel gehört zu den schönsten Touren im Süden der Insel und bietet spektakuläre Ausblicke auf die wilde Westküste sowie den langen Strand von Cofete.

Wir fuhren zu einem kostenlosen Parkplatz etwas oberhalb von Jandía, an einem Wasserreservoir am Ende der Bebauung in der Calle Dulcinea, 35625. Die Straße dorthin ist im letzten Abschnitt ziemlich schlecht und mit zahlreichen Schlaglöchern gespickt.

Wir parkten unser Auto und wanderten bzw. liefen los. Schnell befanden wir uns in einer kargen, typisch kanarischen Landschaft mit vulkanischem Gestein, niedrigen Sträuchern und vereinzelten Kakteen. Leider ging auch hier der Wind, um nicht zu sagen Sturm. Teilweise hatten wir Probleme geradeaus zu gehen, da uns immer wieder starke Windböen aus der Spur brachten. Der Weg steigt zunächst moderat an und führt über breite, teilweise steinige Pfade in Richtung des Jandía-Gebirges.

Mit zunehmender Höhe wird der Weg steiler. Serpentinen führen durch die trockene Berglandschaft, und immer wieder eröffnen sich schöne Blicke zurück auf Morro Jable, den Atlantik und die langen Strände der Ostküste. Die Vegetation ist spärlich, dafür beeindruckt die Landschaft mit ihren rötlichen und grauen Gesteinsformationen. Besonders an klaren Tagen wirkt der Kontrast zwischen der trockenen Bergwelt und dem tiefblauen Meer sehr eindrucksvoll. Kurz unterhalb des Gipfel erreichten wir einen Zaun. Durch eine Türe gelangten wir in einen, aus Naturschutzgründen, abgesperrten Bereich. Es waren noch ein paar Höhenmeter bis zum Gipfel. nach 1 1/2 Stunden erreichten wir den Gipfel des Pico de la Zarza mit seinen 807 m.

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Am Gipfel erwartete uns ein kleines Gipfelschild sowie ein spektakulärer Blick auf die Westseite der Insel. Tief unterhalb liegt der legendäre Strand von Cofete, der sich über viele Kilometer entlang der wilden Atlantikküste erstreckt. Der Blick vom Gipfel gehört zu den schönsten Panoramen Fuerteventuras:

nach Westen die unberührte Küste von Cofete

nach Osten Morro Jable und die touristischen Strände

rundherum die zerklüfteten Berge des Jandía-Massivs

Bei guter Sicht erkennt man sogar weit ins Meer hinaus.

Wir hatten auch einen guten Blick auf die sagenumwobene Villa Winter: Diese liegt abgelegen oberhalb des Dorfes Cofete an der wilden Westküste. Das markante Gebäude mit seinem Turm wurde vom deutschen Ingenieur Gustav Winter errichtet, der seit den 1910er-Jahren in Spanien tätig war und auf den Kanarischen Inseln mehrere Projekte umsetzte. Um die Villa ranken sich bis heute zahlreiche Mythen und Spekulationen. Manche Geschichten behaupten, sie habe im Zweiten Weltkrieg als geheime Basis für deutsche U-Boote oder als Zufluchtsort für hochrangige Nazis gedient. Für diese Theorien gibt es jedoch keine gesicherten Beweise, und viele Historiker halten sie eher für Legenden. Heute ist die Villa ein bekanntes Ausflugsziel für Besucher der Insel. Ihre einsame Lage, die ungewöhnliche Architektur und die geheimnisvolle Geschichte verleihen ihr eine besondere Atmosphäre und machen sie zu einem der faszinierendsten Orte im Süden Fuerteventuras.

Bergab liefen wir auf schönen Trails zurück bis zum Auto. Insgesamt waren wir etwa zweieinhalb Stunden unterwegs und legten dabei 22,6 Kilometer sowie rund 800 Höhenmeter zurück.

Nach der Wanderung kauften wir uns in einem nahegelegenen Supermarkt Semmeln, Käse und kühle Getränke, um uns zu stärken. Anschließend machten wir mit dem Auto noch eine kleine Sightseeing-Runde mit dem Ziel Ajuy.

Ajuy ist ein kleines, ruhiges Fischerdorf an der Westküste von Fuerteventura in der Gemeinde Pájara. Der Ort ist vor allem für seinen schwarzen Lavastrand und die beeindruckenden Meereshöhlen (Cuevas de Ajuy) bekannt, die zu den ältesten geologischen Formationen der Kanarischen Inseln zählen. Wir gingen hinunter zum Strand und genossen den spektakulären Blick auf den Atlantik, bevor wir anschließend wieder zurück zu unserem Hotel fuhren.

9. Rennrad Tuineje (60 km 600 Hm) & Swim (Tag 9)

Nach dem Frühstück traf ich mich mit den anderen Triathleten zu einer kurzen, aber harten Rennradtour. Wir fuhren all-out nach Tuineje und noch ein Stück den Berg hinauf. Gegen- und Seitenwind mit Böen bis zu 60 km/h erschwerten die Fahrt und machten die Radtour nicht ganz ungefährlich. Nach 40 Kilometern und mit schweren Beinen erreichten wir schließlich alle wieder wohlbehalten das Playitas Hotel.

Gegen 14 Uhr gingen Brigitte und ich auf einer reservierten Bahn schwimmen. Ich absolvierte 30 × 100 Meter in zügigem Tempo. Am späten Nachmittag ließ der Wind etwas nach, sodass Brigitte und ich noch zu einer kleinen Radausfahrt nach Gran Tarajal aufbrachen. Am Strand genossen wir ein kühles Getränk und die letzten Sonnenstrahlen des Tages.

10. Rennrad Betancuria - Antigua (86 km 1325 Hm) (Tag 10)

Brigitte und ich hatten heute die große Radrunde geplant. Nach dem Frühstück radelten wir in Richtung Tuineje los. Heute war es fast windstill, sodass das Rennradfahren deutlich mehr Spaß machte als am Vortag. Nach einigen Höhenmetern legten wir in Pájara unseren ersten Café-Stopp ein. Wir stärkten uns mit einer Sprite und einem Stück Kuchen.

Anschließend fuhren wir eine weitere schöne Panoramastraße hinauf bis zum Aussichtspunkt Betancuria. Von dort ging es zunächst nur bergab, bis wir das schöne Bergdörfchen Betancuria erreichten. Hier machten wir erneut Pause und gönnten uns in einem kleinen Café eine weitere Stärkung. Zum dritten Mal ging es anschließend eine Serpentinenstraße bergauf. Brigitte fuhr ihr eigenes Tempo, während ich mit allem, was noch in den Beinen steckte, nach oben fuhr, dann umdrehte und noch einmal bis zu den beiden Eisenmännern hinauffuhr. Dort genossen wir gemeinsam die Aussicht, bevor wir anschließend bis Antigua hinunterrollen ließen.

Dort legten wir zum dritten Mal eine kurze Pause in einem Café ein. Wir genossen die Sonne, ein kühles Getränk und ein süßes Stück Kuchen. Über eine leicht wellige Strecke radelten wir anschließend zurück nach Tuineje. Von dort konnten wir mit etwas Rückenwind entspannt zurück zum Playitas Hotel rollen. Insgesamt waren wir 86 Kilometer mit 1325 Höhenmetern unterwegs und benötigten dafür etwas mehr als vier Stunden. Im Anschluss lief ich noch 5 Kilometer flach an der Strandpromenade in 19:55 Minuten. Später genossen wir den letzten Tag am Pool bei einem kühlen Bier.

11. Heimreise & Leuchtturmlauf Tag 11)

Noch vor dem Frühstück lief zunächst Brigitte zum sieben Kilometer entfernten Leuchtturm. Etwa 15 Minuten später startete auch ich. Gemeinsam standen wir schließlich bei Sonnenaufgang auf der Steilklippe und bestaunten den beeindruckenden Rundumblick. Nach dem Frühstück fuhren wir in Richtung Flughafen. Zuvor machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp am Strand, bevor es anschließend mit dem Flieger wieder zurück ins kalte Deutschland ging.

Fazit: Zum vierten Mal war ich nun für ein Trainingslager im Playitas auf Fuerteventura – und zum vierten Mal hat es wieder riesigen Spaß gemacht. Wir werden sicher noch einmal zurückkommen. Insgesamt konnte ich 600 Radkilometer, 60 Laufkilometer und 12 Schwimmkilometer absolvieren. Dazu gab es viel Sonne, angenehme Temperaturen und – typisch für Fuerteventura – natürlich auch etwas Wind.

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