Viel Action auf Gran Canaria - Schnorcheln, Rennrad (incl. GPX zum Download), Palmitos Park, Las Palmas, Wasserpark, Wandertouren...
An Ostern zog es uns in den sonnigen Süden – unsere Wahl fiel auf die Kanareninsel Gran Canaria. Zwar waren wir nicht zum ersten Mal auf dieser vielseitigen Insel, doch diesmal erlebten wir sie zum ersten Mal gemeinsam mit den Kindern – und das machte die Reise ganz besonders. Neben entspannten Tagen bei Traumwetter erkundeten wir die lebendige Inselhauptstadt Las Palmas, wanderten zum beeindruckenden Roque Nublo und lieferten uns spannende Partien beim Minigolf. Brigitte und ich nutzten die perfekten Bedingungen für zahlreiche Rennradtouren durch die abwechslungsreiche Landschaft Gran Canarias. Natürlich kamen auch Spaß und Action für die ganze Familie nicht zu kurz: Wir machten den Palmitos Park und den Aquapark unsicher, verbrachten viele Stunden an unterschiedlichen Stränden – beim Schnorcheln, Baden und beim Suchen von Krebsen in den Felsen. Ein Besuch im legendären Hard Rock Café durfte ebenso wenig fehlen wie die täglichen Abkühlungen in unserem wunderschönen Pool der Ferienanlage. Gran Canaria zeigte sich erneut von seiner besten Seite – als perfekte Mischung aus Erholung, Aktivurlaub und Familienabenteuer....
Eckdaten:
Datum unserer Reise: 12-22.04.2025
Kosten: ~5000 Euro
Wetter: Sonne, 25 Grad
Radkilometer: 500 km
Unternehmungen:
- Palmitos Park. Aquapark
- Wanderung Roque Nublo
- Strände: Playa de Amadores, Playa Anfi del Mar, Puerto Mogan
- Sightseeing Las Palmas
- Emma Schwimmen mit Seelöwen
- Wanderung bei Fataga
- viele Rennradtouren (inklusive GPX zum Download)
Unsere Ferienanlage: Playamar Bungalows Playa del Ingles über Booking oder Pauschalreise bei Check24
Leihauto: Renault Twingo über Check24
Gesellschaftsspiel am Abend: Würfelkönig das Brettspiel
Dienstag, 23.12.2025 von Winklmeier Markus
Du bist hier: Spanien
Inhaltsverzeichnis:
- 1. Ankunft Gran Canaria, Strand & Rennradtour (Tag 1)
- 2. Rennrad bis Roque Nublo & Palmitos Park (Tag 2)
- 3. Rennrad Puerto Mogan & Wanderung Roque Nublo (Tag 3)
- 4. Playa de Amadores und Minigolf (Tag 4)
- 5. Stadtbesichtigung Las Palmas & Rennrad bis San Bartolomé (Tag 5)
- 6. Wanderung Ayagaures und Aquapark Maspalomas (Tag 6)
- 7. Playa Anfi del Mar, Strand, Sand, Wellen (Tag 7)
- 8. Rennrad Tal der Tränen 135 km und Seelöwenschwimmen (Tag 8)
- 9. Wanderung um Fataga und Strand in Maspalomas (Tag 9)
- 10. Strand von Puerto Mogan (Tag 10)
- 11. Heimreise & Rennrad Tag 11)
- Reiseführer-Tipp
- Aktivitäten Tipp
- Die perfekte Packliste für eine Reise nach Gran Canaria
- Weitere Kanaren Artikel
1. Ankunft Gran Canaria, Strand & Rennradtour (Tag 1)
Unser Flug von München nach Gran Canaria startete früh um 6:25 Uhr. Entsprechend klingelte der Wecker bereits um 2 Uhr nachts, damit wir rechtzeitig am Flughafen waren. Trotz der frühen Stunde verlief alles reibungslos, und pünktlich um 11 Uhr landeten wir auf der sonnigen Insel – begrüßt von angenehmen 22 Grad. Mit dem Bus ging es weiter nach Playa del Inglés zu unserer Bungalowanlage. Nach dem unkomplizierten Check-in bezogen wir unser schönes Zimmer, während die Kinder keine Zeit verloren und direkt in den tollen Pool sprangen. Das Wasser war angenehm warm – perfekter Start in den Urlaub.
Ich machte mich anschließend auf den Weg zum Free Motion Bike Center, um mein bereits gebuchtes Rennrad abzuholen. Gleich am ersten Tag drehte ich eine lockere Einrollrunde: rund 35 Kilometer mit etwa 650 Höhenmetern führten mich nach Ayagaures und über den Palmitos Park wieder zurück. Das BH-Rennrad mit Carbonrahmen und Di2-Schaltung lief absolut perfekt – ich war rundum zufrieden.
Am Nachmittag ging es gemeinsam mit den Kindern noch einmal ins Wasser, anschließend entspannten wir am Pool. Den Abend ließen wir mit einem Spaziergang zu den Dünen von Maspalomas ausklingen. Zum Abendessen war klar, wohin es gehen musste: ins Hard Rock Café Gran Canaria. Ein perfekter erster Urlaubstag und ein gelungener Einstieg in unsere Zeit auf Gran Canaria.
Playamar Bungalows Playa del Ingles: Der Check-in verlief unkompliziert und schnell. Wir bezogen ein schönes, sehr geräumiges Bungalow mit direktem Blick auf den gepflegten Pool, dessen Wasser angenehm warm war. Palmen, die weißen, südländischen Fassaden der Bungalows und die gesamte Gestaltung der Anlage verliehen ihr einen entspannten, gemütlichen Flair. Die Unterkunft war sehr sauber und wurde täglich gründlich gereinigt. Das Frühstück nahmen wir im etwa 300 Meter entfernten Hotel ein – die kurze Strecke war problemlos. Dort gab es alles, was das Herz begehrte, sodass wir bestens in den Tag starten konnten. Insgesamt waren wir rundum zufrieden mit unserer Wahl. Für 4 Personen, 12 Tage, inklusive Flug, Transfer und Frühstück bezahlten wir in den Osterferien 3.200 Euro – ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein klarer Winkl-Tipp!
Gran Canaria zählt zu den vielseitigsten Kanareninseln und begeistert mit ganzjährig mildem Klima, abwechslungsreicher Landschaft und traumhaften Stränden. Besonders der Süden der Insel rund um Maspalomas und Playa del Inglés ist bekannt für Sonne satt, lange Sandstrände und perfekte Bedingungen für Bade-, Familien- und Aktivurlaub.
Die Dünen von Maspalomas verleihen der Region ein einzigartiges Wüstenflair direkt am Atlantik und laden zu Spaziergängen bei Sonnenuntergang ein. Playa del Inglés überzeugt mit einer hervorragenden touristischen Infrastruktur, vielen Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und einer lebendigen Promenade – gleichzeitig ist man schnell in der Natur, am Strand oder bei sportlichen Aktivitäten. Zusammen bilden Maspalomas und Playa del Inglés eine ideale Kombination aus Erholung, Erlebnis und Urlaubsvielfalt.
2. Rennrad bis Roque Nublo & Palmitos Park (Tag 2)
Nach dem Frühstück schwang ich mich auf das Rennrad und fuhr bis kurz vor eines der bekanntesten Wahrzeichen Gran Canarias, den Roque Nublo. Die anspruchsvolle Tour führte mich über 55 Kilometer mit rund 1.500 Höhenmetern und dauerte insgesamt etwa drei Stunden – landschaftlich wie sportlich ein echtes Highlight. Brigitte holte währenddessen das Leihauto, einen Renault Twingo, den wir über Check24 gebucht hatten. Wir bezahlten 208 Euro für 8 Tage inklusive Vollkasko. Alles verlief unkompliziert und wir waren voll zufrieden.
Am Nachmittag ging es dann entspannt weiter: Gemeinsam fuhren wir zum nahegelegenen Palmitos Park, wo wir einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Familiennachmittag verbrachten.
Der Palmitos Park ist ein liebevoll gestalteter Tier- und Pflanzenpark im grünen Hinterland von Maspalomas und ein ideales Ausflugsziel für Familien. Inmitten einer beeindruckenden Palmenlandschaft entdeckt man exotische Vögel, Schmetterlinge, Reptilien sowie Delfine und Seelöwen in großzügigen Anlagen. Besonders die Shows mit Delfinen und Greifvögeln sind echte Highlights. Der Park verbindet Naturerlebnis, Unterhaltung und Lernen auf angenehme Weise und ist ein schöner Kontrast zu Strand und Meer.
Der Palmitos Park hat uns sehr gut gefallen. Besonders die Greifvogelshow war beeindruckend und ließ uns alle staunen. Auch die Vielzahl an exotischen Vögeln in den weitläufigen Anlagen hatte es uns angetan. Insgesamt ist der Park absolut empfehlenswert.
Tipp: Am besten kauft man gleich ein Kombiticket zusammen mit dem nahegelegenen Wasserpark – das lohnt sich preislich und sorgt für zusätzliche Abwechslung im Urlaub.
Am Abend sprangen wir in unseren schönen Pool und kochten später Nudeln zum Abendessen. Ein zweiter toller Tag auf Gran Canaria.
3. Rennrad Puerto Mogan & Wanderung Roque Nublo (Tag 3)
Kurz nach Sonnenaufgang, als die Insel noch schlief, war ich bereits mit dem Rennrad unterwegs. Die Route führte mich entlang der Küste bis nach Puerto Mogán und auf dem gleichen Weg wieder zurück. Zu dieser frühen Stunde war kaum Verkehr auf den Straßen – das machte die Fahrt besonders entspannt und gleich doppelt so schön.
Am Ende standen 56 Kilometer und rund 700 Höhenmeter auf dem Tacho. Gerade noch rechtzeitig schaffte ich es zurück zum Frühstück. Brigitte und die Kinder hatten sich bereits gemütlich mit Toast, Käse, Wurst, frischem Obst und vielen weiteren Leckereien gestärkt – der perfekte Start in einen neuen Urlaubstag.
Wanderung Roque Nublo
Wir fuhren mit unserem Twingo über San Bartolomé de Tirajana in Richtung eines der bekanntesten Wahrzeichen Gran Canarias, dem Roque Nublo. Einige Kilometer vor dem imposanten Felsen erreichten wir einen Wanderparkplatz im Wald, an dem unsere Tour begann. Vom Wanderparkplatz Llanos de la Pez führt der Weg zunächst durch lichte Kiefernwälder, vorbei an einer Jugendherberge und durch offene Hochlandlandschaft. Schon nach kurzer Zeit eröffnen sich weite Ausblicke auf die umliegenden Berge. Der gut begehbare Pfad ist abwechslungsreich gestaltet – mal schattig, mal sonnig. Ein besonderes Highlight ist der Abschnitt am Stausee Presa de los Hornos, der einen schönen Kontrast zur sonst eher trockenen Vulkanlandschaft bildet.
Von dort beginnt der kontinuierliche, aber gut machbare Anstieg zur Hauptstraße, von der aus normalerweise der direkte Wanderweg zum Roque Nublo führt. Leider stellten wir fest, dass dieser Touristenweg inzwischen genehmigungspflichtig ist und ohne Permit nicht mehr begangen werden darf. Ein freundlicher Ranger erklärte uns jedoch, dass es eine Alternative über die Nordseite gibt: Ein Wanderweg führt zunächst nach unten und ermöglicht anschließend den Aufstieg von Norden – dieser Weg ist auch ohne Permit erlaubt. Ganz nachvollziehbar fanden wir dieses System zwar nicht, entschieden uns aber für den nördlichen Umweg, da wir gut zu Fuß sind. Nach etwa einer Stunde erreichten wir wieder den Hauptweg und stiegen die letzten Meter zum Roque Nublo auf.
Wanderung Roque Nublo
Je näher man dem Ziel kommt, desto beeindruckender wird die Kulisse: zerklüftete Felsformationen, tiefe Schluchten und eine gewaltige Berglandschaft. Der rund 80 Meter hohe Basaltfelsen liegt auf etwa 1.813 Metern Höhe und bietet bei gutem Wetter einen spektakulären Rundumblick über die Insel – bis hin zum Teide auf Teneriffa. Für die Ureinwohner der Kanaren hatte der Roque Nublo eine spirituelle Bedeutung, was ihn bis heute zu einem ganz besonderen Ort macht. Die Wanderung ist landschaftlich äußerst reizvoll, mit etwas Kondition auch familiengeeignet, und bietet eine perfekte Mischung aus Wald, Wasser, Vulkanfelsen und Panorama.
Nach einer ausgiebigen Fotopause wanderten wir über den genehmigungspflichtigen Weg zurück zur Hauptstraße. Dort befindet sich ein kleiner, meist gut besetzter Parkplatz sowie ein kleiner Shop mit Getränken und Eis. Da wir zu diesem Zeitpunkt bereits rund 10 Kilometer und 550 Höhenmeter zurückgelegt hatten, entschied sich Brigitte spontan, die letzten fünf Kilometer auf der Straße zum Auto zu joggen, während die Kinder und ich uns mit einem wohlverdienten Eis stärkten.
Zurück in unserer Apartmentanlage blieb noch Zeit für einen Sprung in den Pool, bevor wir den Tag in einem nahegelegenen Restaurant ausklingen ließen. Es gab eine leckere Käseplatte, Salat, Pizza und ein Fleischgericht. Ein rundum gelungener dritter Tag auf Gran Canaria.
4. Playa de Amadores und Minigolf (Tag 4)
Vor dem Frühstück lief ich drei Kilometer am Strand – mehr war wegen meiner hartnäckigen Achillesverletzung leider noch nicht möglich. Umso schöner, dass ich überhaupt wieder ein wenig laufen kann. Nach dem Frühstück machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur nahegelegenen Minigolfanlage, wo wir großen Spaß beim Spielen hatten. Später fuhren wir mit dem Auto zum wunderschönen Strand Amadores.
Der Playa de Amadores ist ein ruhiger, künstlich angelegter Strand mit feinem, hellem Sand und türkisblauem Wasser. Die geschützte Bucht sorgt meist für einen sehr sanften Wellengang und macht den Strand ideal zum Schwimmen und Entspannen. Entlang der gepflegten Promenade gibt es Restaurants und Cafés mit Meerblick, die zum Verweilen einladen.
Für die Kinder gab es eine tolle Wasserhüpfburg, auf der sie sich eine ganze Stunde austoben konnten. Währenddessen schwamm ich zwei Kilometer im Meer, bevor wir gemeinsam in der Sonne entspannten. Nach dem gelungenen Strandtag drehte ich noch eine kurze Runde mit dem Rennrad bis zur Aussichtsplattform beim Mundo Aborigén. Am Abend kochten wir Nudeln und genossen dazu einen leckeren Salat.
5. Stadtbesichtigung Las Palmas & Rennrad bis San Bartolomé (Tag 5)
Kurz nach Tagesanbruch saß ich bereits im Sattel. Das Frühstück ließ ich heute bewusst ausfallen, um stattdessen ein paar zusätzliche Radkilometer zu sammeln. Gleich zu Beginn kurbelte ich den Anstieg hinauf nach San Bartolomé. Von dort führte mich eine traumhafte Panoramastraße über Santa Lucía weiter südwärts bis hinunter ans Meer.
Bei einer Tankstelle an der Küste ersetzten Snickers und Mars mit Cola das Frühstück – somit schnelle Energielieferanten. Anschließend ging es, begleitet von kräftigem Gegenwind, entlang der Küste zurück zum Ausgangspunkt. Am Ende standen 72 Kilometer und 1.400 Höhenmeter in etwas mehr als drei Stunden auf dem Tacho. Währenddessen genossen Brigitte und die Kinder ganz entspannt ihr Frühstück und den Sandstrand.
Nach einer kurzen Pause fuhren wir in die schöne Inselhauptstadt Las Palmas de Gran Canaria. Wir parkten etwas außerhalb im Stadtteil Vegueta, um von dort aus das historische Zentrum zu Fuß zu erkunden. Las Palmas verbindet auf besondere Weise Geschichte, Kultur und modernes Stadtleben. Das historische Herz der Stadt ist Vegueta, wo Las Palmas im 15. Jahrhundert gegründet wurde.
Hier befinden sich bedeutende Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale Santa Ana, das Casa de Colón (Kolumbushaus), das an die Rolle der Kanaren als Zwischenstation auf den Reisen nach Amerika erinnert, sowie zahlreiche koloniale Gebäude mit liebevoll gestalteten Innenhöfen. Zunächst schlenderten wir durch eine bunte Markthalle und stärkten uns mit einem kleinen Snack.
Anschließend bestaunten wir die Kathedrale Santa Ana, das wichtigste Kirchenbauwerk der Stadt. Ihr Bau begann Ende des 15. Jahrhunderts, was sich in der spannenden Mischung aus Gotik, Renaissance und Klassizismus widerspiegelt. Besonders beeindruckend sind das helle, ruhige Innere sowie die Türme, von denen sich ein weiter Blick über die Altstadt bis hin zum Meer eröffnet.
Natürlich durfte auch ein Besuch im Casa de Colón nicht fehlen. Das Gebäude erinnert an Christoph Kolumbus, der auf seinen Amerika-Reisen vermutlich hier Station machte. Heute beherbergt es ein Museum, das die Entdeckungsfahrten und die Verbindungen zwischen Europa und der Neuen Welt anschaulich darstellt. Die kolonialen Innenhöfe, reich verzierten Holzbalkone und die historische Architektur machen den Besuch besonders sehenswert.
Im Anschluss besuchten wir das äußerst interessante Kanarische Museum. Es widmet sich der Geschichte der Ureinwohner Gran Canarias, der Guanchen, und zeigt eine der bedeutendsten Sammlungen präkolumbischer Artefakte der Kanaren. Keramiken, Werkzeuge und Mumien geben faszinierende Einblicke in die Lebensweise und Glaubensvorstellungen der frühen Inselbewohner.
Da inzwischen alle hungrig waren, ließen wir uns in einem kleinen Restaurant in der Sonne kanarische Kartoffeln schmecken. Danach marschierten wir weiter zum Hafen von Las Palmas, wo sich auch das Poema del Mar Aquarium befindet, das wir aus Zeitmangel leider nicht mehr besichtigen konnten.
Zum Abschluss ging es noch an den Stadtstrand Playa de Las Canteras, wo wir uns mit einem leckeren Eis belohnten. Historisch war Las Palmas ein wichtiger Handels- und Hafenstandort zwischen Europa, Afrika und Amerika – ein Mix aus Geschichte und Gegenwart, der hier besonders spürbar ist. Zurück in unserer Apartmentanlage sprangen wir noch in den Pool und genossen die letzten Sonnenstrahlen des Tages.
6. Wanderung Ayagaures und Aquapark Maspalomas (Tag 6)
Heute durfte ich etwas länger schlafen, während Brigitte schon vor dem Frühstück mit dem Rennrad zum Aussichtspunkt oberhalb des Mundo Aborigen aufbrach. Anschließend frühstückten wir gemeinsam, um uns für neue Abenteuer zu stärken. Danach fuhren wir nach Ayagaures, wo wir mit etwas Glück den letzten freien Parkplatz ergatterten. Ayagaures ist ein Ort der stillen Kontraste: Umgeben von sanften Hügeln und karger, vulkanischer Landschaft wirkt das kleine Dorf wie eine Oase der Ruhe, weit entfernt vom Trubel der touristischen Küsten.
Der Stausee von Ayagaures liegt eingebettet im Tal und spiegelt – je nach Tageszeit – Himmel, Palmen und Felsen wider, mal tiefgrün, mal schimmernd blau. Leider führte der See bei unserem Besuch kaum Wasser. Dennoch spürt man bei einem Spaziergang entlang des Ufers oder bei einer Pause im Dorf das ursprüngliche Gran Canaria: ruhig, warm und entschleunigt. Ein perfekter Ort, um innezuhalten und die Natur auf sich wirken zu lassen. Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein kühles Getränk in der einzigen Bar des kleinen Ortes.
Aquapark Maspalomas
Im Anschluss fuhren wir bei herrlichstem Wetter zum Aquapark von Maspalomas. Zwischen Palmen und Sonnenschein bieten zahlreiche Rutschen, Becken und Attraktionen Abkühlung und Spaß für Groß und Klein. Ob rasante Abfahrten, entspannte Stunden im Wellenbad oder einfach Treibenlassen im Wasser – der Park versprüht pure Urlaubsstimmung. Gerade an warmen Tagen ist Aqualand ein fröhlicher Ort, an dem Lachen, Wasser und Sonne den Alltag schnell vergessen lassen.
Wir verbrachten einige actionreiche Stunden im Park und rutschten, was das Zeug hielt. Das Wellenbad war zwar eher enttäuschend, doch die Vielzahl an abwechslungsreichen Rutschen machte das mehr als wett. Am Abend drehte ich noch eine einstündige Runde mit dem Rennrad, bevor wir zum Essen in ein Restaurant einkehrten. Den Tag ließen wir schließlich entspannt bei einem Brettspiel ausklingen.
7. Playa Anfi del Mar, Strand, Sand, Wellen (Tag 7)
rigitte startete schon früh am Morgen mit dem Rennrad. Währenddessen gingen die Kinder und ich frühstücken und machten uns anschließend auf den Weg zum endlos wirkenden Sandstrand von Maspalomas. Wir sprangen in die Wellen und spielten gemeinsam Fußball im Sand.
Brigitte legte insgesamt 72 Kilometer mit 1.400 Höhenmetern zurück und war gegen 13 Uhr wieder in der Anlage. Am Nachmittag fuhren wir zum überfüllten Strand Playa Anfi del Mar. Dieser Strand wirkt fast wie ein kleines Stück Karibik: feiner, heller Sand, türkisfarbenes, meist ruhiges Wasser und Palmen entlang der Promenade sorgen für eine entspannte Urlaubsatmosphäre. Durch die geschützte Lage ist er ideal zum Schwimmen, auch für Familien. Cafés, Restaurants und ein kleiner Yachthafen laden zusätzlich zum Verweilen ein.
Leider war an diesem Tag sehr viel los, sodass wir nur ein kleines Fleckchen fanden, von dem aus wir ins Wasser springen konnten. Am Abend ließen wir den Tag gemütlich ausklingen, aßen Nudeln und spielten gemeinsam ein Spiel.
8. Rennrad Tal der Tränen 135 km und Seelöwenschwimmen (Tag 8)
Als alles noch schlief, schlich ich mich mit meinem Rennrad leise aus dem Apartment. Vor mir lag ein großer Plan: die berühmte Route „Tal der Tränen“ im Uhrzeigersinn. Eine Strecke, die auf Gran Canaria als ebenso legendär wie gnadenlos gilt. Steile Rampen, lange Anstiege, kaum Schatten – eine Tour, die Kraft, Geduld und Respekt verlangt und gleichzeitig mit grandiosen Ausblicken in die wilde, ursprüngliche Bergwelt belohnt.
Es war noch stockdunkel, als ich mit Stirnlampe und Rücklicht losrollte. Entlang der Küste ging es nach Westen Richtung Santa Águeda und Arguineguín. Inzwischen war die Sonne aufgegangen und schien mir warm in den Rücken – ein perfekter Start. Ab hier begann der Ernst der Tour: Serpentine um Serpentine arbeitete ich mich bergauf. Landschaftlich ein Traum, körperlich eine echte Herausforderung.
Am Mirador El Mulato hielt ich kurz inne. Der Blick hinab in den Barranco de Mogán war atemberaubend und ließ für einen Moment die brennenden Beine vergessen. Nach über vier Stunden erreichte ich schließlich La Aldea San Nicolás im Westen der Insel. Zeit für eine Pause. Cola, Snickers, diverse Süßigkeiten und ein Gel – alles, was schnell Energie lieferte, musste herhalten.
Dann begann der berüchtigte Teil: das eigentliche Tal der Tränen. Nach der kurzen Erholung schraubte ich mich durch enge Serpentinen und spektakuläre Canyons nach oben. Stauseen lagen ruhig in der Landschaft, während die Anstiege immer steiler wurden. Richtung El Carrizal forderten Rampen mit bis zu 20 % Steigung ihren Tribut. Kaum hatte ich Luft geholt, wartete schon der nächste Stich. Dazu kam der schlechte Straßenzustand mit Schlaglöchern und unbefestigten Passagen – ein Wunder, dass ich ohne Platten durchkam.
Die Hitze nahm zu, die Energie schwand. Auf knapp über 1.400 Metern erreichte ich schließlich den höchsten Punkt der Tour, die Degollada de la Hoya de la Vieja. Danach folgte eine lange, kurvenreiche Abfahrt. Da inzwischen alle Getränke und Reserven aufgebraucht waren, kehrte ich in Ayacata in ein kleines Restaurant ein. Cola wirkte wieder einmal Wunder – normalerweise ein No-Go für mich, heute jedoch lebensnotwendig.
Ganz geschafft war es damit noch nicht. Es folgten einige weitere Gegenanstiege über San Bartolomé, vorbei an Fataga und dem Aussichtspunkt oberhalb von Mundo Aborigen, bevor es endlich dauerhaft bergab ging. Erst am späten Nachmittag erreichte ich glücklich, aber vollkommen erschöpft die Apartmentanlage. Am Ende standen 135 Kilometer, fast 8 Stunden im Sattel und rund 3.500 Höhenmeter auf dem Tacho – eine Tour, die ihrem Namen alle Ehre macht und mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Während ich die Straßen von Gran Canaria unsicher machte, verbrachten meine Mäuse die Zeit am Pool und am Nachmittag nochmals im Aquapark Maspalomas. Dieses Mal allerdings nicht zum Rutschen: Emma durfte mit den Seelöwen schwimmen. Die kleine Maus war überglücklich und unglaublich stolz, als sie die niedlichen Tiere umarmen und mit ihnen im Wasser planschen durfte – ein echtes Highlight für sie.
Am Abend gingen wir zunächst in eine Pizzeria essen und ließen den Tag anschließend im Hard Rock Café ausklingen. Dort spielte eine Queen-Coverband, die überraschend gut war. Mit einem Cocktail in der Hand genossen wir die Musik und den gelungenen Abschluss eines ereignisreichen Tages.
9. Wanderung um Fataga und Strand in Maspalomas (Tag 9)
Noch vor dem Frühstück drehte Brigitte eine weitere Runde mit dem Rennrad. Später fuhren wir in das schöne Bergdörfchen Fataga, wo wir eine kleine Wanderung unternahmen und die besondere Atmosphäre genossen. In einem gemütlichen Restaurant belohnten wir uns mit kanarischen Kartoffeln. Lecker :-) Auf der Rückfahrt nach Playa de Inglés legten wir noch einen Stopp bei einer Aloe-Vera-Farm ein. Dort kauften wir ein und erhielten viele interessante und nützliche Informationen rund um die vielseitige Heilpflanze.
Am Nachmittag zog es uns an den Strand von Maspalomas, wo wir in den Wellen herumsprangen und das Meer genossen. Den Abend ließen wir mit einer Runde Minigolf ausklingen – so lässt es sich wirklich aushalten.
10. Strand von Puerto Mogan (Tag 10)
Auch an diesem Morgen drehte ich noch eine Runde mit dem Rennrad und fuhr ein letztes Mal nach Ayagaures und zurück. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in das wunderbare Fischerdörfchen Puerto de Mogán.
Puerto de Mogán gilt als einer der schönsten Orte auf Gran Canaria und wird nicht umsonst als „Klein-Venedig“ der Insel bezeichnet. Bunte Häuser, blumengeschmückte Balkone und kleine Kanäle verleihen dem Hafenort einen ganz besonderen Charme. Entlang des Yachthafens laden Cafés und Restaurants zum Verweilen ein, während der kleine Strand mit seinem ruhigen Wasser ideal für einen entspannten Badestopp ist – ein Ort, der Gelassenheit ausstrahlt und sofort Urlaubsgefühle weckt.
Wir machten es uns auf einer der Strandliegen bequem. Die Kinder und ich schnorchelten im klaren Wasser, während Brigitte in Ruhe ein gutes Buch las. Am Abend gaben wir unser Auto zurück, was zum Glück völlig unkompliziert verlief. Langsam neigte sich unser schöner Urlaub dem Ende zu. Den letzten Tag ließen wir bei einem leckeren Abendessen in einem Restaurant gemütlich ausklingen.
11. Heimreise & Rennrad Tag 11)
Am Morgen drehte Brigitte noch eine kleine Runde mit dem Rennrad, während ich ein paar Kilometer joggte. Anschließend fuhr ich selbst noch kurz den Berg hinauf, um dann das Rennrad zurückzugeben. Ein letztes Mal sprangen wir in den Pool, packten die Koffer zusammen und machten uns mit dem Bus auf den Weg zum Flughafen.
Nach einem schnellen und unkomplizierten Check-in saßen wir wenig später bereits im Flieger zurück in die bayerische Heimat – im Gepäck viele schöne Erinnerungen an einen rundum gelungenen Urlaub.
Fazit: Und wieder hat es uns auf Gran Canaria sehr gut gefallen. Die kanarische Insel ist landschaftlich ein Traum, dazu kommt das durchgehend geniale Wetter. Wir verbrachten viel Zeit am Strand, schnorchelten im Meer und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Natürlich durfte auch der sportliche Teil nicht fehlen: Insgesamt waren Brigitte und ich gemeinsam rund 800 Kilometer unterwegs. Auch den beiden Mäusen gefiel es in unserer kleinen Bungalowanlage ausgesprochen gut – vor allem der fantastische Pool hatte es ihnen angetan. Neben Strand und Sport unternahmen wir mehrere Wanderungen und besichtigten die Inselhauptstadt Las Palmas.
Eines steht fest: Wir kommen wieder....

