Istrien im Frühling – Blühende Natur, milde Temperaturen & perfekte Reisezeit
Istrien ist in den letzten Jahren zu unserem Lieblingsziel geworden. Dieses Mal übernachteten wir in der Nähe von Poreč. An zwei Tagen trafen wir uns mit Freunden, die ebenfalls Urlaub auf der Halbinsel machten. Gemeinsam wanderten wir bei Pula und besichtigten die schöne Stadt. Außerdem erkundeten wir die Tropfsteinhöhle Baredine und schlenderten durch Poreč.
Ein paar Tage blieben wir noch länger: Wir fuhren Kajak und MTB, suchten unzählige Krebse am Strand, unternahmen eine Wanderung im Naturschutzgebiet und besuchten das wunderbare Städtchen Rovinj....
Eckdaten:
Datum unserer Reise: 31.03 -06.04.2026
Kilometer mit dem Auto: ~1300 km
Kosten: ~1000 Euro
Unternehmungen:
- Tropfsteinhöhle Baredine
- Besichtigung Porec, Rovinj und Pula
- Wanderung bei Pula und bei Rovinj
- MTB Touren um Porec
Unsere Übernachtung in Porec: Apartments Katja Porec
Winkl Tipp für Kinder am Meer: Luftmatratze
Dienstag, 21.04.2026 von Winklmeier Markus
Du bist hier: Kroatien
Inhaltsverzeichnis:
- 1. Anreise nach Porec
- 2. Wanderung, Tropfsteinhöhle und Porec
- 3. Küstenwanderung Halbinsel Muzil und Besichtigung Pula
- 4. Küstenrunde mit dem Mountainbike ab Cancini
- 5. Wanderung im Vogelschutzgebiet unterhalb Rovinj
- 6. Kajak bei Cervar-Porat und Poreč
- 7. Heimfahrt und Zwischenstopp Millstätter See
- Reiseführer-Tipp
- Aktivitäten Tipp
- Die perfekte Packliste für eine Reise nach Kroatien
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1. Anreise nach Porec
Erst nach Mittag fuhren wir in Richtung Süden los. Der Verkehr hielt sich in Grenzen, sodass wir zügig vorankamen. Gegen 20 Uhr erreichten wir unser Ziel in der Nähe von Poreč, die Apartments Katja Porec. Wir wurden vom Inhaber freundlich empfangen und bezahlten bar. Anschließend luden wir unsere Sachen in die Wohnung, aßen noch eine Kleinigkeit und fielen schließlich alle müde ins Bett.
Poreč gehört zu den bekanntesten Küstenstädten Istriens und begeistert mit einer charmanten Altstadt direkt am Meer. Besonders sehenswert ist die Euphrasius-Basilika, ein UNESCO-Weltkulturerbe, das für seine beeindruckenden byzantinischen Mosaike berühmt ist. Beim Schlendern durch die engen, verwinkelten Gassen entdeckt man immer wieder kleine Plätze, Cafés und historische Gebäude aus der Römerzeit. Die Uferpromenade lädt zum Spazieren ein und bietet einen schönen Blick auf das türkisfarbene Wasser. Poreč verbindet auf entspannte Weise Geschichte, mediterranes Flair und lebendige Urlaubsatmosphäre.
Apartments Katja Porec: Wir wurden freundlich empfangen. Die Apartments sind schön eingerichtet und sauber. Als Ausgangspunkt für Unternehmungen sind sie bestens geeignet. Leider ist der Whirlpool nicht beheizbar, sodass das Wasser eisig war. Auch die Wohnung war relativ kühl. Trotz Nachfrage wurde die Temperatur der Heizung nicht erhöht. Daher nur bedingt ein Winkl-Tipp.
2. Wanderung, Tropfsteinhöhle und Porec
Am Morgen wurden wir von der Sonne begrüßt, sodass einem abenteuerreichen Tag nichts im Wege stand. Emma, Timi und ich radelten mit dem Mountainbike nach Červar, einem kleinen Küstenstädtchen in der Nähe. Dort gingen wir ans Meer und spielten Ball. Leider wehte ein eisiger Wind, aber in den nächsten Tagen würde es wärmer und weniger windig werden. Unsere Freunde, die Tichys, machten zeitgleich ebenfalls Urlaub in Istrien und kamen am späten Nachmittag bei uns vorbei. Gemeinsam fuhren wir zur Grotte Baredine, wo wir zunächst eine kleine Wanderung durch blühende Wiesen und Felder unternahmen.
Die Grotte Baredine gehört zu den bekanntesten Tropfsteinhöhlen Istriens und ist ein faszinierendes Ausflugsziel für die ganze Familie. Auf einem geführten Rundgang steigt man mehrere Meter in die Tiefe hinab und entdeckt beeindruckende Stalaktiten und Stalagmiten, die über Jahrtausende entstanden sind. Besonders spannend ist der unterirdische See am Ende der Höhle, in dem der seltene Grottenolm lebt. Die angenehmen Temperaturen im Inneren machen den Besuch zu jeder Jahreszeit interessant. Ein echtes Naturhighlight, das einen ganz anderen Blick auf Istrien eröffnet.
Im Anschluss an unsere Wanderung kauften wir Tickets für die Grotte. Der Guide war extrem witzig und brachte uns die außergewöhnliche Tropfsteinhöhle auf unterhaltsame Weise näher. Wir stiegen viele Treppen hinab und bestaunten atemberaubende Gesteinsformationen. Wir waren alle begeistert, und die 45-minütige Führung war äußerst kurzweilig. Anschließend aßen wir noch eine Kleinigkeit im Restaurant direkt neben der Tropfsteinhöhle.
Am späten Nachmittag fuhren wir nach Poreč. Das Wetter war schön, aber noch ziemlich kühl. Wir schlenderten durch die Stadt bis zum Hafen und anschließend weiter in die Altstadt. Natürlich durfte ein leckeres Eis nicht fehlen. Später kochten wir Nudeln und aßen gemeinsam zu Abend. Erst spät fuhren die Tichys zurück zu ihrer Unterkunft.
3. Küstenwanderung Halbinsel Muzil und Besichtigung Pula
Als die Kinder und ich noch schliefen, war Brigitte bereits fleißig joggen. Nach einem kleinen Frühstück fuhren wir zu unseren Freunden, die etwa 15 Kilometer von Pula entfernt eine schöne Unterkunft auf dem Land hatten. Dort bekamen wir ein ausgiebigeres Frühstück, bei dem wir gemeinsam einen Plan für den Tag schmiedeten.
Zusammen fuhren wir zur Halbinsel Muzil, etwas südlich von Pula. Wir parkten unsere Autos in der Nähe der Halbinsel Stoja und marschierten von dort aus nordwärts in Richtung Muzil.
Die Halbinsel Muzil bei Pula ist ein echter Geheimtipp für alle, die unberührte Natur und Ruhe suchen. Lange Zeit war das Gebiet militärisches Sperrgebiet, weshalb es sich seinen ursprünglichen, wilden Charakter bewahren konnte. Heute laden zahlreiche Wege zu entspannten Spaziergängen oder kleinen Wanderungen entlang der Küste ein. Immer wieder eröffnen sich traumhafte Ausblicke auf das tiefblaue Meer und versteckte Buchten. Alte, verlassene Gebäude und Festungsanlagen verleihen der Halbinsel zudem einen besonderen, fast mystischen Charme. Ein perfekter Ort, um dem Trubel zu entfliehen und die Natur Istriens ganz ursprünglich zu erleben.
Wir wanderten zunächst entlang der Küste bis zu einer kleinen Bucht, wo wir uns auf die Suche nach Krebsen und anderen Meerestieren machten. Über einen schmalen Pfad gelangten wir anschließend ins Innere der Halbinsel, wo sich zahlreiche Bunkeranlagen befinden – ein typischer Lost Place, etwas mystisch und zugleich ein wenig gruselig.
Vorbei an einem militärischen Sperrgebiet gelangten wir schließlich zurück zu unserem Ausgangspunkt. Aufgrund ihrer strategischen Lage diente die Halbinsel über 150 Jahre lang als Militärstützpunkt, zunächst für Österreich-Ungarn und später für andere Mächte, weshalb sie lange Zeit für die Öffentlichkeit gesperrt war. Heute ist die Halbinsel vor allem für ihre vielen verlassenen Gebäude, Bunker und militärischen Relikte aus vergangenen Zeiten bekannt.
Besichtigung Pula
Nach der schönen Wanderung fuhren wir zum Kolosseum, wo wir in der Nähe einen kostenpflichtigen Parkplatz ergatterten. Wir besichtigten das römische Amphitheater zwar nur von außen, waren aber dennoch sehr beeindruckt von dem gut erhaltenen Bauwerk.
Im Anschluss schlenderten wir durch die Gassen von Pula und gönnten uns ein leckeres Eis. Später gingen wir noch einkaufen, um anschließend gemeinsam bei unseren Freunden zu grillen. Wir verbrachten einen gemeinsamen, lustigen Abend. Leider hieß es dann wieder Abschied nehmen, da die Tichys am nächsten Tag nach Hause fahren würden. Wir hingegen durften noch drei weitere sonnige Tage in Istrien verbringen.
Pula ist vor allem für seine beeindruckenden römischen Bauwerke bekannt, allen voran das gut erhaltene Amphitheater, eines der größten seiner Art weltweit. Doch auch darüber hinaus hat die Stadt viel zu bieten: Der Augustus-Tempel am Forum zeugt von der langen Geschichte Pulas, während der Sergierbogen als prachtvolles Stadttor aus der Antike begeistert. Beim Spaziergang durch die Altstadt entdeckt man zudem zahlreiche kleine Gassen, Plätze und historische Gebäude. Die Mischung aus römischem Erbe, lebendigem Stadtleben und der Nähe zum Meer macht Pula zu einem besonders vielseitigen Reiseziel in Istrien.
4. Küstenrunde mit dem Mountainbike ab Cancini
Nach dem Frühstück radelten die Kinder und ich los, während Brigitte neben uns herjoggte. Unser erstes Ziel war das Motodrom Poreč, wo Emma mit dem Kart ein paar Runden drehen durfte. Anschließend fuhren wir in das kleine Küstenörtchen Červar-Porat. Dort gingen wir kurz an den Strand, stellten jedoch leider fest, dass es ziemlich windig war. Deshalb entschieden wir uns, weiterzuradeln beziehungsweise weiterzulaufen.
Wir fuhren größtenteils entlang des Meeres, wo ein wunderschöner Radweg verlief. An einem besonders schönen Strandabschnitt legten wir eine kurze Pause ein, doch auch hier wehte ein eisiger Wind. Brigitte hatte bereits zehn Kilometer in den Beinen – nun war ich an der Reihe.
Ich lief an traumhaften Stränden vorbei, während Brigitte und die Kinder mir mit den Rädern folgten. Bei Porto Busola erreichten wir schließlich eine wunderschöne Bucht. Dort war es vollkommen windstill. Brigitte legte sich in die Sonne und las ein E-Book, während die Kinder und ich uns auf die Suche nach Krebsen machten. Natürlich wurden wir fündig, ließen die kleinen Tiere aber sofort wieder frei.
Erst am späten Nachmittag machten wir uns zu Fuß beziehungsweise mit dem Rad auf den Rückweg zur Unterkunft. Auch ich kam dabei auf etwas mehr als zehn Kilometer. Anschließend radelten Timi und ich noch zum Fußballplatz, wo wir uns ein heißes Match lieferten. Die Mädels entspannten sich währenddessen am Pool. Später spielten wir gemeinsam noch eine Runde Monopoly.
5. Wanderung im Vogelschutzgebiet unterhalb Rovinj
Nach dem Frühstück fuhren wir bis kurz unterhalb von Rovinj zum Cisterna Beach. Zunächst gingen wir an den wunderschönen Strand, bevor wir unsere kleine Wanderung in das Vogelschutzgebiet starteten. Unser Weg führte uns zu einem See mit Aussichtspunkt. Dort entdeckten wir einige Vögel sowie viele kleine Tiere am Ufer, darunter Schnecken, Würmer und Käfer.
Anschließend gingen wir zu einem nahegelegenen Strand. Dort war es einfach traumhaft. Wieder machten wir uns auf die Suche nach Krebsen und anderen Meeresbewohnern. Fast den gesamten Nachmittag verbrachten wir an diesem wunderschönen Ort.
Später fuhren wir nach Rovinj und schlenderten durch die malerische Altstadt. Wir genossen die Sonne und gönnten uns ein Eis. Am Abend spielten wir gemeinsam Brettspiele und schauten noch einen Film.
Rovinj zählt zu den schönsten Städten Kroatiens und begeistert mit seiner malerischen Altstadt direkt am Meer. Die engen, verwinkelten Gassen, die bunten Häuserfassaden und die kleinen Cafés verleihen der Stadt ein ganz besonderes mediterranes Flair. Hoch über der Altstadt thront die Kirche der Heiligen Euphemia, von der aus man einen traumhaften Blick über das Meer und die vorgelagerten Inseln hat.
Besonders am Abend herrscht in Rovinj eine einzigartige Atmosphäre: Die Uferpromenade füllt sich mit Menschen, Straßenmusiker sorgen für Stimmung und die untergehende Sonne taucht die Stadt in ein warmes Licht. Rovinj ist ein Ort, an dem man einfach gerne schlendert, das Leben genießt und den Alltag für ein paar Stunden vergisst.
6. Kajak bei Cervar-Porat und Poreč
Am späten Vormittag fuhren Timi und ich mit dem Mountainbike zum Strand von Červar-Porat. Brigitte und Emma kamen mit dem Auto nach, da die beiden das Kajak transportierten. Nachdem wir das Kajak aufgepumpt hatten, konnte unser kleines Abenteuer auch schon beginnen.
Während Brigitte mit dem Mountainbike die Trails der Umgebung erkundete, paddelten die Mäuse und ich entlang der Küste bis zu einer kleinen Halbinsel. Dort gingen wir an Land und machten uns erneut auf die Jagd nach „Meeresungeheuern“ – beziehungsweise nach Krebsen und anderen kleinen Meerestieren. Natürlich ließ ich es mir auch nicht nehmen, kurz in das nur etwa zwölf Grad kalte Meerwasser zu springen.
Später entspannten wir noch am Pool, bevor wir mit dem Auto erneut nach Poreč fuhren. Dort spazierten wir entlang des Hafens und durch die gemütlichen Gassen der Altstadt. Wir aßen Pizza und genossen den sonnigen Tag in vollen Zügen. Am Abend gingen wir nochmals an den Pool, bevor wir schließlich unsere Monopoly-Partie zu Ende spielten.
7. Heimfahrt und Zwischenstopp Millstätter See
Am Morgen mussten wir uns leider von der schönen Gegend verabschieden und machten uns auf den Heimweg. Am Millstätter See legten wir einen Zwischenstopp ein, um etwas Fußball zu spielen und unsere Füße im Wasser abzukühlen. Gegen 18 Uhr erreichten wir schließlich wieder unsere niederbayerische Heimat Schwarzach.
Fazit: Wir verbrachten wunderschöne Tage in Istrien. Das Wetter wurde von Tag zu Tag besser und wir erlebten viele tolle Abenteuer. Besonders schön war auch, dass unsere Freunde, die Tichys, zur gleichen Zeit in Kroatien waren und wir uns mit ihnen treffen konnten.

